Mönchengladbach: Da geben wir uns die Kante
zuletzt aktualisiert: 27.05.2009Mönchengladbach (RPO). Sitzungen des Bau- und Planungsausschusses sind eine sprachliche Fundgrube. Die Planer sind dermaßen in ihren Worthülsen verstrickt, dass es ihnen scheinbar egal ist, ob sie noch jemand versteht. Voll besetzte Politikerbänke, eine gute gefüllte Zuschauerempore – egal. Da wird technisch gekalauert, was das Zeug hält. Einige Kostproben aus der gestrigen Sitzung: Da ist die Rede von der "Ertüchtigung eines Verkehrsknotenpunkts mittels einer Beampelung, damit die Gefahr der Verunfallung" gebannt ist. Wahnsinn! Das "linienförmige Element" entpuppt sich schlicht als Kanal, und die "leichte Verwallung" zeigt an, dass hier Erde aufgeschüttet wird, um den "Schallleistungspegel" möglichst niedrig zu halten. Und wer die "räumliche Kante" sucht, blickt sich suchend im Ratssaal um, ohne sie zu entdecken. Gemeint ist ein Gebäude an einer Straße mit Erd- und zwei Obergeschossen. Wer's nicht versteht, gibt sich die persönliche räumliche Kante: Das ist nach diesem Planer-Kauderwelsch das Brett vorm Kopp. DIETER WEBER
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