Mönchengladbach: Darum ist das Rheydter Stadtbad ein Denkmal
zuletzt aktualisiert: 26.07.2008Mönchengladbach (RPO). Das Stadtbad Rheydt ist das bedeutendste Werk des aus Trier stammenden Architekten Ernst Roddewig.
Denkmal-Experten, die bei der Bewertung des 1969 fertig gestellten Stadtbades die Architektur in den Vordergrund stellen, ziehen bei Roddewigs Hauptwerk sogar Parallelen zu Ludwig Mies van der Rohe, einem der bedeutendsten Architekten der Moderne und letzten Direktor des Bauhauses.
In einem Gutachten des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege wird das Pahlkebad sogar als „bedeutend für die Geschichte des Menschen und Rheydt“ bezeichnet. In einem Handbuch über Bäderbauten aus dem Jahr 1970 wird die gläserne „Haut“ des Stadtbades als eines von weltweit 180 Vorbildbauten ausgewählt und beschrieben.
Das Bad gehört der Stadt, die mit der NVV einen Betriebsführungsvertrag für die städtischen Bäder geschlossen hat. 2007 wollte die NVV das Pahlkebad für rund 3,7 Millionen Euro sanieren. Vorgesehen war, das Gebäudeinnere und die Fassade zu reparieren, die Technik, Duschen, Umkleideräume und Toiletten zu erneuern. Die Kosten liefen davon.
Anfang des Jahres sollte das Pflichtprogramm schon 5,8 Millionen Euro kosten. Eine Komplettsanierung – also mit Tribüne, Gastronomie, Dienstwohnung und der ehemaligen Sauna – sollte sogar 7,2 Millionen Euro teuer sein.
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