Mönchengladbach: Das TiN kommt gut an
VON GARNET MANECKE - zuletzt aktualisiert: 21.09.2009Mönchengladbach (RPO). Mit dem traditionellen Theaterfest hat sich das Ensemble am Sonntag dem Publikum vorgestellt. Etwa 8000 Neugierige machten sich auf den Weg, um sich in der neuen Ausweichspielstätte des Theaters im Nordpark umzusehen.
Vergessen sind sie, die Nörgeleien über den Standort der Ausweichspielstätte des Theaters. Zu weit draußen, keine optimale verkehrstechnische Anbindung, und wie soll überhaupt Theateratmosphäre in einer alten Lagerhalle aufkommen? Neugierig waren sie aber dann doch, die Mönchengladbacher Theatergänger. Zwischen 6000 und 8000 Besucher seien gekommen, um beim Theaterfest die neue Spielstätte zu begutachten, schätzt Theatersprecher Martin Siebold. Und das Ensemble hat mit Ausschnitten aus Inszenierungen kräftig die Werbetrommel für sein Theater gerührt.
Angenehm überrascht
Finn hat die günstige Gelegenheit genutzt, seine neue Handpuppe Pepe auszuprobieren. Damit kann man prima Theater machen, hat sich der achtjährige Stammbesucher der Kinderkonzerte und Weihnachtsstücke gedacht. "Ganz toll", findet Finn das TiN. Am Besten gefällt ihm der große Theatersaal. "Weil da die große Bühne ist", sagt der Knirps mit Blick auf Pepes ersten Auftritt. Auch Finns Mutter ist sehr angetan von dem Auftritt des TiN. "Die haben sich schon sehr viel Mühe gegeben und viel daraus gemacht", meint Barbara Koenen (45).
Das Theaterfest
31 Programmpunkte haben die Theaterleute für ihr Publikum organisiert. Dabei waren auch zehn Führungen hinter die Kulissen des TiN.
Veranstalter Zum ersten Mal hat das Theater das Fest zusammen mit dem Kinderschutzbund ausgerichtet, der mit zahlreichen Aktionen zum Weltkindertag auf seine Arbeit aufmerksam machte.
Infos im Internet www.theater-krefeld-moenchengladbach.de
Weil Weltkindertag ist, steht der Nachwuchs in diesem Jahr im Mittelpunkt des Theaterfestes. Kobold Kiko läutet mit dem Kinderkonzert das Fest ein, auf dem Platz vor dem Theater werden in luftigen Zelten Märchen vorgelesen, Kinder geschminkt und "Märchen-Schätze" gesucht. Überall wimmelt es nur so von großen und kleinen Besuchern, die sich Appetit auf Theater machen.
Christian Tombeil, stellvertretender Intendant, nutzt die Ballett-Matinee, um in seiner letzten Spielzeit noch die Bedeutung der drei Sparten und die dadurch entstehenden Möglichkeiten der spartenübergreifenden Inszenierungen zu betonen. "Nur durch die drei Sparten ist es denkbar, dass Sänger in Ballettinszenierungen auftreten können und Tänzer in der Oper", sagt Tombeil. "Wir hoffen, dass wir durch die Zuschauerzahlen bestätigt werden. Kommen Sie einfach."
Für Erika Rapp ist das keine Frage. Seit 20 Jahren hat sie bereits ein Theater-Abonnement. "Die Ausstattung hier ist befreiender und viel angenehmer als im alten Theater", sagt die 73-Jährige, nachdem sie den großen Saal und das Foyer gründlich in Augenschein genommen hat. "Gute Fußfreiheit, und von jedem Sitz aus kann man sehr gut sehen. Das ist wirklich besser geworden als ich vorher befürchtet hatte." Dem kann Gerhard Gutsche (73) nur zustimmen. In den letzten Jahren hat er öfter auf einen Theaterbesuch verzichtet, weil keine Parkplätze in der Nähe waren. Im TiN ist das nun anders.
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