Mönchengladbach: Den Niederrhein erfahren
VON BARBARA GROFE - zuletzt aktualisiert: 04.07.2008Mönchengladbach (RPO). Mannshohen Mais, blühenden Holunder, Weizen, kurz vor der Ernte – auf der Radroute rund um Mönchengladbach sieht man den Niederrhein von der schönsten Seite. Bis zu 60.000 Teilnehmer steigen für den Niederrheinischen Radwandertag auf den Drahtesel und fahren eine der 60 Routen.
Knapp 45 Kilometer lang ist sie, die Route, die die Nummer 28 trägt. Sie ist eine von rund 60 Routen, die begeisterte Fahrradfahrer am 17. Niederrheinischen Radwandertag abfahren können. Auch weniger geübte Radfahrer müssten diese Strecke schaffen, ohne hinterher keuchend auf dem Pflaster zu liegen. Davon ist Bernhard Sybrandi, 1. Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs Mönchengladbach, überzeugt: „Das ist auf jeden Fall auch für Menschen geeignet, die normalerweise nicht jeden Tag auf dem Rad sitzen.“ Sybrandi muss es wissen, er hat sich die drei Routen, die Mönchengladbach betreffen, ausgedacht. Route 28 führt von Viersen über Mönchengladbach und Schwalmtal wieder zurück nach Viersen. Beruhigend: „Man kann überall ein- und aussteigen“, sagt Sybrandi. Und berichtet von den Höhepunkten der Route, beginnend in Gladbach.
Radwandern
Datum Los geht es am 6. Juli, der Startschuss in Gladbach fällt um 10 Uhr an der Konzertmuschel im Bunten Garten.
Infos zudem unter www.fahrradportal-moenchengladbach.de
Mönchengladbach – Schwalmtal Schon der Beginn ist für Bernhard Sybrandi ein echter Höhepunkt: An der Kaiser-Friedrich-Halle treffen sich die Radler, fahren dann über den Hauptweg weiter. „Der Garten ist wunderschön bepflanzt und sieht gerade jetzt ganz toll aus – von der Halle mal ganz zu schweigen.“ Über Großheide kommen die Radler dann an einer großen Holunderplantage vorbei. „Die steht jetzt in voller Blüte, das riecht super und sieht genau so aus“, sagt Sybrandi. Dass ihm die Routen am Herzen liegen, merkt man: „Beim Radwandertag sollen die Leute den NIederrhein im wahrsten Sinne des Wortes erfahren, sollen ihn richtig wahrnehmen.“ Vorbei geht es an unzähligen Feldern und zum Heideweiher, einem öffentlichen Badesee, „ganz idyllisch gelegen im Wald“, erklärt Bernhard Sybrandi. Der Heideweiher ist der Schlusspunkt diesen Teilstücks.
Schwalmtal – Viersen
Route 28 führt die begeisterten Radler vorbei an Amern mit seinem alten Ortskern. „Zwar fahren wir nicht mitten hindurch, man bekommt aber schon ein gutes Gefühl für den Ort, wenn man in die Straßen hineinschaut“, sagt Fahrrad-Experte Sybrandi.
Passiert wird dann auch das Wahrzeichen von Viersen-Dülken, die Narrenmühle. Die zwei Hauptstraßen, die dicht dabei liegen, müssen die Radler ignorieren, „man kann nicht überall einen Park drumherum bauen“, sagt auch Bernhard Sybrandi.
Schlusspunkt diesen Routenstücks ist der Eligiusmarkt in Viersen-Dülken. Sehenswert dort ist besonders die Fußgängerzone. Außerdem gut zu wissen: „In Viersen-Dülken gibt es zeitgleich eine Biermeile, da können sich die müden Radler stärken“, sagt Sybrandi.
Viersen – Mönchengladbach
Zwölf Kilometer müsste jetzt noch zurücklegen, wer die komplette Route abfahren will.
„Das Korn ist kurz vor der Ernte, der Mais ist mannshoch, die Rüben stehen gut – rechts und links zu gucken lohnt sich“, sagt Bernhard Sybrandi zum letzten Teilstück der Route. Und freut sich schon jetzt auf viele Teilnehmer beim Niederrheinischen Radwandertag.
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