Mönchengladbach: Der Gladbach ist wieder präsent – im Schild
VON DIRK RICHERDT - zuletzt aktualisiert: 06.03.2009Mönchengladbach (RPO). Seit gestern stehen sie an zwölf Standorten im Stadtgebiet zwischen Waldhausen und Uedding: Blaue Schilder mit dem Aufdruck "Gladbach" und einer weißen Wellenlinie erinnern im Straßenraum an ein Phänomen, das real nicht mehr sichtbar ist: an den historischen Gladbach nämlich. "Mit der Kunstaktion des Designers Johannes Jansen wollen wir den Gladbach wieder ins Bewusstsein der Bürger rücken", erläuterte Oberbürgermeister Norbert Bude gestern den Ansatz. Die Idee zur Wiederbelebung des Naturdenkmals, das 1937 der Kanalisation zum Opfer fiel, hatte der Künstler Jansen von der Gruppe "Freimeister".
"Manche träumen davon, den Gladebach, den glitzernden Bach, wieder fließen zu sehen – eine Utopie", weiß Jansen. Da trifft es sich gut, dass seine Idee auf begeisterte Zustimmung in Rat und Verwaltung stieß. "Damit wird an die Vision dieser Stadt erinnert, die auf die erste Ansiedlung durch Mönche im Mittelalter zurückgeht", erläutert Museumsdirektorin Susanne Titz, die das Projekt unterstützt hat. Auch Bezirksvorsteher Herbert Pauls war Feuer und Flamme. Und half mit, ein paar Hürden, die das Ordnungsamt aufbaute, zu überwinden. Statt im verbotenen Denkmäler-Braun, in dem Schilder entlang den Autobahnen auf historische oder touristische Sehenswürdigkeiten hinweisen, wurde nun die zulässige Farbe Blau gewählt.
Der Gladbach entsprang nahe der Hensen-Brauerei in Waldhausen. In einem Faltblatt ist der Verlauf des Baches, der nur noch im Untergrund strömt, verzeichnet. Entlang des Gladbach-Tals machen in Abständen zwölf Schilder auf das Gewässer aufmerksam.
Samstag, 7. März, 12 Uhr, gibt es eine öffentliche "Einweihung" am Geroplatz.
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