Mönchengladbach: Der Nordpark boomt
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 12.03.2011Mönchengladbach (RPO). Das ehemalige Militärgelände wird zum wirtschaftlichen Premium-Areal. Weitere Bürogebäude entstehen, das Gros der Flächen ist verkauft. Ende des Jahres sollen 2000 Menschen auf dem Gelände arbeiten.
Der Nordpark entwickelt sich immer mehr zum Premiumgelände der Stadt. Nachdem ein neues Bürogebäude entstanden ist, soll noch in diesem Jahr Baubeginn für einen weiteren Komplex sein. Das Unternehmen Engineering Dobersek, das derzeit von Hardt aus den Weltmarkt bedient, plant den Bau eines neuen Bürogebäudes für 200 Mitarbeiter auf einem 19 000 Quadratmeter großen Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft zu van Laack. Damit werden zum Ende des Jahres nach einer Erhebung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFMG) rund 2000 Mitarbeiter im Nordpark arbeiten. "Innerhalb von zehn Jahren Entwicklung sind wir damit sehr zufrieden", sagt Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der WFMG und der Entwicklungsgesellschaft EWMG. "Der Nordpark ist ein wichtiges Aushängeschild und ein Anziehungspunkt in der Stadt geworden."
Van Laack ist das Vorbild
So könnte es in den kommenden Jahren weitergehen. Denn fast alle Grundstücke, die im Moment zur Verfügung stehen, aber noch unbebaut sind, sind bereits an Investoren verkauft. Nur in der Nähe zum Finanzamt sind noch kleinere Restflächen im Besitz der EWMG. Der denkmalgeschützte Bereich boomt ohnehin, sagt Schückhaus: "Da ist die Nachvermietung überhaupt kein Problem."
Ab Ende des Jahres stehen die nächsten Grundstücke zur Vermarktung zur Verfügung. Derzeit läuft das Verfahren, den rund um die Lilienthalstraße noch gültigen Bebauungsplan zu ändern. Dabei geht es um ein Areal von rund 45 000 Quadratmetern. Der Plan sieht derzeit noch Wohnbebauung vor, doch auch dort soll ein Gewerbegebiet mit hochwertigen Ansiedlungen entstehen: "Van Laack ist das Vorbild", sagt Schückhaus. Ab 2012 könnte es dort erste Ansiedlungen geben. Aber nicht für produzierende Unternehmen oder Logistiker. Eine Mindesthöhe wird für die Neubauten vorgeschrieben werden, die außerdem in hochwertiger Architektur entstehen sollen. "Wir werden keine Abstriche an der Qualität machen. Produzierendes Gewerbe ist an dieser Stelle kontraproduktiv", sagt Schückhaus.
Für die Stadt zahlt sich die Vermarktung der Grundstücke über die EWMG aus. Zwar muss die Gesellschaft zunächst in den Straßenbau investieren. Derzeit werden die Entlastungsstraßen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gebaut. Bis zur Frauenfußball-WM sollen die neuen Anfahrtswege fertig sein. Doch die Straßen haben noch einen anderen Zweck: Sie werden bald die Zufahrtswege in das neue Gewerbegebiet an der Lilienthalstraße sein. Erst dann stehen diese Grundstücke zum Verkauf. "Wir haben auch ein wirtschaftliches Interesse daran, dass es läuft", sagt Schückhaus.
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