Mönchengladbach: Derby: Hier gilt das Glasverbot
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 08.04.2011Mönchengladbach (RPO). Wegen des Derbys tritt am Sonntag ab 9 Uhr ein flächendeckendes Verbot in Kraft. Glasflaschen und Dosen dürfen in bestimmten Bereichen nicht mitgenommen werden. Wir erklären, was für die Sicherheit getan wird.
Dosen und Glasflaschen werden von gewaltbereiten Fußballfans gerne als Wurfgeschosse eingesetzt. Weil das so ist, hat die Stadt in Absprache mit der Polizei für Sonntag, den Tag des Heimspiels von Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln, ein räumlich und zeitlich befristetes Glas-, Flaschen- und Dosenverbot angeordnet. Es gilt von 9 Uhr bis 18 Uhr im Umfeld des Stadions sowie in den Innenstadtbereichen von Mönchengladbach und Rheydt.
Dort gilt: Von 9 bis 18 Uhr ist es untersagt, Gläser, Glasflaschen und Getränkedosen außerhalb geschlossener Räume und eingefriedeter privater Grundstücke bei sich zu tragen. Ausgenommen sind Menschen, die in den betroffenen Bereichen wohnen, also gemeldet sind, und sich ausweisen können, wenn sie sich auf dem Weg zu ihrer Wohnung oder zu ihrem Grundstück befinden.
6500 Kölner erwartet
Untersagt ist auch der Verkauf von Getränken in Glasbehältnissen und Dosen. So dürfen zum Beispiel an Kiosken in den betreffenden Bereichen keine Getränke in Glasflaschen und Dosen ausgegeben werden. In Gaststätten darf Bier in Gläsern ausgeschenkt werden. Doch die Gäste müssen damit im Lokal bleiben.
Das Glasflaschenverbot gilt auch für die Bahnhöfe in Köln, Mönchengladbach und Rheydt sowie in den Zügen, die zum Spielort fahren. Die Bundespolizei will diese Bereiche konsequent überwachen und kontrollieren. Wer das Glasflaschenverbot missachtet, muss damit rechnen, dass seine Getränkedosen und -flaschen sichergestellt werden. Fans, die sich schon am Kölner Bahnhof uneinsichtig zeigen, kann es auch passieren, dass sie gar nicht erst in den Zug einsteigen dürfen.
Ab Mönchengladbach wird die Polizei die Fanströme lenken. Erwartet werden 6500 FC-Anhänger. Das offizielle Kontingent für die Kölner (5235 Karten) ist restlos ausverkauft. Doch die Geißbock-Fans schaffen es immer wieder, sich Karten über andere Quellen zu besorgen. Beim letzten Derby in Mönchengladbach war es auch so. Fanbeauftragter Thomas Jaspers glaubt, dass es bei der Begegnung zwischen Mönchengladbach und Köln 2009 sogar viel mehr als 6500 waren.
Rund 1700 Karten waren gestern noch zu bekommen. Wird das Wetter am kommenden Sonntag so schön wie angekündigt, dann schließt die Kölner Polizei nicht aus, dass aus der Domstadt viele noch spontan anreisen werden.
Die Polizei wird im den beiden Innenstädten, an den Shuttlebus-Linien und am sowie im Stadion präsent sein. Es wird davon gesprochen, dass mehr als 1000 Einsatzkräfte für die Sicherheit sorgen werden.
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