Mönchengladbach: Die Genuss-Insel
VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 12.04.2007Mönchengladbach (RPO). Im Sommer soll es eröffnet werden – das Quartier XO. Derzeit wird in der alten Fabrikhalle in den Boetzelen-Höfen unter Volldampf gearbeitet. Es entstehen Kochschulen, eine Weinakademie und ein exklusiver Shop.
Was ist Genuss? Diese Frage hat sich vor einiger Zeit Bernhard Frittel gestellt. Und Antworten gefunden: gesundes Essen, guter Wein, exquisites Ambiente, gepflegte Tischkultur, anregende Kommunikation. Weil er das alles unter einen Hut bringen möchte, hat er die „Genussmanufaktur“ erfunden. Die trägt den Namen „Quartier XO“ und entsteht derzeit in den Boetzelen-Höfen an der Künkelstraße 125. In der ehemaligen Fabrikhalle der alten Weberei Boetzelen, in die das helle Licht durch die historischen Shed-Dächer fällt, soll das entstehen, was Geschäftsführer Frittel schon jetzt vor seinem inneren Auge sieht – eine Genuss-Insel.
„Bei uns wird der Kunde in außergewöhnlichem Ambiente ein außergewöhnliches Angebot finden“, sagt er, „etwas, das es in dieser Form bisher in Deutschland nicht gibt.“ Im vorderen Bereich der Halle kann und soll nach Herzenslust und allen Regeln der Kunst gekocht werden. Dafür stehen zwei geräumige Kochschulen zur Verfügung. „Hier können Familien, Arbeitskollegen, Nachbarn, Singles, Vereine und Gruppen den Kochlöffel schwingen“, sagt Andreas Neumann, zuständig für diesen Bereich des Quartier XO. „Auch Kinder könne bei uns die ersten – positiven – Kocherfahrungen machen.“
In der Weinakademie nebenan werden Basis-Seminare, Kurse für Spezialisten und Gourmets und Weinproben geboten, und im Ernährungsstudio bieten Experten spezielle Beratungen zur gesunden Ernährung an. „Wir werden mit Ärzten, Ernährungsexperten und Psychologen zusammen arbeiten“, sagt Bernhard Frittel.
Im hinteren großen Raum der Halle kann der Kunde auf zwei Ebenen flanieren und shoppen: Wein, Delikatessen, aber auch alles, was zur guten Küche und zum perfekt gedeckten Tisch passt, wird dort zu finden sein. Außerdem bieten Seminarräume Platz für Kurse und Tagungen. „Wir arbeiten mit edlen Materialien im historischen Fabrikgemäuer“, erklärt Frittel, der früher für die Dorint-Kette tätig war. „Der Kontrast von Alt und Neu ist sehr spannend.“
Der Geschäftsführer ist sicher, dass er mit seinem Angebot eine Marktlücke schließen wird. „Wir rechnen mit einer Million potentieller Kunden aus Mönchengladbach und dem Umland. Das ist realistisch. Der Trend zum guten Kochen und die Lust am exklusiven Essen und Trinken ist ungebrochen.“
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