Mönchengladbach: Die Lage im Handwerk ist angespannt
VON GARNET MANECKE - zuletzt aktualisiert: 29.10.2009Mönchengladbach (RPO). Das Herbstgutachten zum Konjunkturklima im Handwerk bildet eine angespannte Stimmung in den Betrieben ab. Zwar ist der Geschäftsklimaindex mit 72 Prozent um drei Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr (69 Prozent) gestiegen. Aber in wesentlichen Daten, wie Betriebsauslastung, Nachfrage und Anzahl neuer Stellen, musste das Handwerk einige Rückschläge hinnehmen – auch in Mönchengladbach.
Rund 3000 Unternehmen in 18 Innungen betreut die Kreishandwerkerschaft Mönchengladbach. 18 000 Arbeitnehmer und etwa 1300 Auszubildende sind in den Betrieben beschäftigt. Sechs Prozent der Unternehmen haben derzeit offene Stellen zu besetzen, im vergangenen Jahr waren es fünf Prozent.
Mehr Beschäftigte gehalten
Auch wenn die Betriebe mit Neueinstellungen zurückhaltend sind, ist es ihnen in diesem Jahr besser gelungen, die Zahl der Beschäftigten zu halten. Während im Herbst 2008 noch 65 Prozent der Unternehmen meldeten, dass die Zahl ihrer Beschäftigten konstant geblieben ist, und 14 Prozent eine sinkende Zahl von Beschäftigten meldeten, ist 2009 in 74 Prozent der Betriebe die Anzahl der Beschäftigten konstant geblieben. Zwölf Prozent meldeten einen Stellenabbau. Dennoch ist die Stimmung gut: 81 Prozent der Betriebe erwarten, dass sie die Zahl der Beschäftigten halten können, im Vorjahresvergleich waren es 74 Prozent.
Die durchschnittliche Betriebsauslastung ist von 83 auf 79 Prozent gesunken. Die Verteilung dabei ist sehr unterschiedlich: Rund elf Prozent haben eine Betriebsauslastung bis 50 Prozent, 2008 gaben noch acht Prozent diesen Wert an. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Firmen mit einer Auslastung von über 100 Prozent von vier Prozent auf acht Prozent verdoppelt. Insgesamt ist die Auftragslage bei den meisten Betrieben aber leicht zurück gegangen.
Mit einem Geschäftsklimaindex von 72 Prozent liegen die Gladbacher Handwerker nur leicht unter dem Geschäftsklimaindex im Wirtschaftsraum Linker Niederrhein, zu dem insgesamt 7995 Handwerksunternehmen gehören. Damit ist der Index seit dem Frühjahr um satte neun Prozentpunkte angestiegen. Die Umsätze sind bei 20 Prozent der Unternehmen gestiegen, in Gladbach melden 14 Prozent der Unternehmer Umsatzsteigerungen, bei 42 Prozent der Gladbacher Handwerksbetriebe sind die Umsätze gleich geblieben. Damit liegen sie auf dem Niveau der Betriebe am linken Niederrhein (43 Prozent).
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