Mönchengladbach: Die Linke: Gegen ECE und JHQ
VON RALF JÜNGERMANN - zuletzt aktualisiert: 22.08.2007Mönchengladbach (RPO). Die Nachricht, dass sich heute Abend im Geneickener Bahnhof der Mönchengladbacher Kreisverband der neuen Partei „Die Linke“ gründet, dürfte bei der CDU mit Wohlwollen verfolgt werden. Zwar liegen in den politischen Positionen zwischen der Linken und den Christdemokraten Welten. Doch mit Blick auf die Kommunalwahlen 2009 könnte die neue Partei indirekt den CDU-OberbürgermeisterKandidaten Norbert Post stützen.
Denn Bernhard Clasen, der heute Abend für das Amt des Sprechers der neuen Partei kandidiert, bestätigte der RP gestern, dass die Linke 2009 wahrscheinlich mit einem eigenen Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters antreten wird. Das könnte Amtsinhaber Norbert Bude (SPD) Stimmen aus dem linken Lager kosten.
Bernhard Clasen (50), der als Russisch-Übersetzer und Journalist arbeitet, umreißt die Ausrichtung der Partei so: „Bei uns steht die soziale Frage im Vordergrund. So wollen wir beispielsweise ein Bewusstsein dafür schaffen, wie ein Hartz-IV-Empfänger lebt.“ Die Linke sei gegen das geplante ECE-Center. Und die neue Partei dürfte wohl die einzige in Mönchengladbach sein, die den Abzug der Briten aus dem JHQ begrüßen würde. Die Linke engagiert sich gegen jede Form von Krieg und ist daher auch aus Prinzip gegen schnelle Eingreiftruppen.
Bernhard Clasen ist kein Unbekannter in der Mönchengladbacher Politik. Der gebürtige Augsburger war fünf Jahre Vorstandsmitglied der Mönchengladbacher Grünen. Zuletzt war er sowohl Mitglied der WASG als auch der Linkspartei. „Damit habe ich den Zusammenschluss sozusagen vorweggenommen“, so Clasen.
Die Gründungsversammlung beginnt heute um 18.30 Uhr im Geneickener Bahnhof. Das Gründungsfest wird am Samstag, 1. September, ab 18 Uhr im Café Message gefeiert. Dazu angekündigt hat sich der Bundestagsabgeordnete Paul Schäfer. Es spielt die Erkelenzer Band „Freistrahler Projekt“.
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