Serie: Wie geht eigentlich..?: Die Sonne begrüßen
VON NADINE FISCHER - zuletzt aktualisiert: 02.01.2012Mönchengladbach (RP). Aus zwölf einzelnen Figuren besteht die Yoga-Übung "Surya Namaskar". Der "Gruß an die Sonne" soll helfen, Stress abzubauen und das Herz-Kreislaufsystem zu stärken. Yogalehrer Uwe Schneider erklärt, wie es geht.
In den 80er Jahren sah Uwe Schneider zum ersten Mal den Sonnengruß. Er war im Urlaub in Indien und saß auf einer Dachterrasse beim Frühstück. Da entdeckte der 53-Jährige auf einer anderen Dachterrasse einen Mann, der in die Bewegungsfolge vertieft war.
Der Ablauf der Übung faszinierte Schneider gleich. "Das Besondere sind die Geschmeidigkeit und die Andacht", findet er. Die fließende Übungsreihe sei in der indischen Kultur entstanden, "um morgens die Sonne zu begrüßen und sich für ihre Wärme und ihr Licht zu bedanken". Darüber hinaus solle sie zum Beispiel beim Stressabbau helfen, das Herz-Kreislaufsystem in Schwung bringen und die Muskulatur strecken.
Wie geht eigentlich...
...Stricken, Pralinen oder Sushi herstellen – oder aber ein Hemd richtig bügeln?
Serie Die RP stellt alltägliche Dinge vor, die Sie ganz leicht nachmachen können oder künftig perfektionieren können.
Figur 1: Uwe Schneider stellt sich gerade auf seine weiche Yogamatte, die Füße zusammen, Gesäßmuskeln angespannt. Seine Hände faltet er wie zum Gebet vor der Brust.
Figur 2: Der 53-Jährige streckt die Arme mit gefalteten Händen über den Kopf und beugt den Oberkörper nach hinten. "Wer Rückenprobleme hat, beugt dabei auch die Knie", sagt Schneider.
Figur 3: Und wieder beugen: Diesmal den Oberkörper nach vorne und unten, die Hände in Richtung Boden führen. Die Beine bleiben gestreckt. Jetzt die Handflächen links und rechts neben den Füßen ablegen – mit gebeugten Knien geht es leichter.
Figur 4: Als Nächstes streckt der Yogalehrer das rechte Bein nach hinten aus und atmet ein, das Knie berührt den Boden. Er beugt für ein paar Augenblicke den Oberkörper zurück, hebt das Kinn und schaut nach oben.
Figur 5: Nun streckt Uwe Schneider auch das linke Bein nach hinten und drückt den Körper hoch, als wolle er Liegestütz machen. Die Arme sind durchgedrückt. Er stützt sein Gewicht auf Hände und Zehen.
Figur 6: Knie, Brust und Stirn berühren den Boden. Die Arme sind neben dem Oberkörper auf Brusthöhe angewinkelt.
Figur 7: Uwe Schneider senkt auch die Hüfte zum Boden. Die Zehen streckt er nach hinten aus. Er beugt den Oberkörper zurück und sieht nach oben, die Gesäßmuskeln sind angespannt, die untere Lendenwirbelsäule entspannt.
Figur 8: Dabei sieht der Körper aus, wie ein umgedrehtes V. Schneider setzt die Füße auf dem Boden auf und drückt Hüften und Gesäß hoch, bis die Beine gestreckt sind. Mit den Armen stützt er sich vor dem Oberkörper ab. Arme, Kopf und Rumpf sollten eine Gerade bilden.
Figur 9 bis 12: In den letzten vier Stationen des Sonnengrußes wiederholt der Yogalehrer die Figuren 4 bis 1.
Von Figur 8 wechselt Uwe Schneider in Figur 4, dann weiter zu Figur 3, 2 und 1.
Wiederholen: Üblich ist, den Sonnengruß bei Sonnenaufgang zwölfmal hintereinander zu machen. Dabei wird in Figur 4 sechsmal das rechte Bein nach hinten gestreckt, bei den übrigen sechs Durchgängen das linke Bein (oder umgekehrt). Zeitpunkt und Anzahl der Wiederholungen könne aber jeder für sich bestimmen, sagt Uwe Schneider und betont: "Man sollte sich nur so viel bewegen, wie man kann. Aus Freude, nicht aus Zwang. Und wenn irgendetwas wehtut, sollte man aufhören."
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum








