Mönchengladbach: Die Stadt fällt mehr als 300 Bäume
zuletzt aktualisiert: 03.12.2009Mönchengladbach (RPO). Die schlechte Nachricht: Insgesamt 308 Bäume, die in Parkanlagen, auf Spielplätzen, an Schulen und Straßen sowie in Kleingartenanlagen stehen, werden in den kommenden Monaten gefällt. Sie weisen erhebliche Schäden auf und können nicht mehr gerettet werden. Dies teilte Ralf Krücken, der neue Leiter der städtischen Grünflächen-Abteilung, in der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses mit. Seine gute Nachricht: Es werden auch mehr als 300 neue Bäume gepflanzt. Die Standorte sind über die gesamte Stadt verteilt. Bevor die Baumwurzel eingebuddelt wird, überprüft die Stadt, ob es in der Umgebung des Baby-Baumes Versorgungsleitungen gibt.
Faulstellen mit Pilzbefall, abgestorbene Baumkronen, starke Schräglage – das sind die typischen Ursachen, die dazu führen, dass die Säge angesetzt wird. Oft müssen aber auch Bäume weichen, weil ihre Wurzeln die Pflaster und Platten von Geh- und Radwegen nach oben drücken und so Gefahren für Fußgänger und Radler drohen. Gefällt wird ebenfalls, wenn Bäume einem angrenzenden Gebäude das Licht nehmen oder wenn sie bei einem Sturm auf ein Haus zu stürzen drohen. Und in Einzelfällen müssen die städtischen Gärtner auch mit Fällaktionen eingreifen, um das Überleben von wertvolleren Bäumen zu sichern. Baum-Experte Krücken nannte im Ausschuss das Beispiel der Waldnieler Straße: Hier stehen die Straßenbäume so dicht, dass ihre Entwicklungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind. 30 werden gefällt. An der Autobahnbrücke Bockersend fallen weitere 20 Bäume, die eine starke Schräglage aufweisen.
Zertifizierte Baumkontrolleure der Stadt beobachten und kontrollieren einmal jährlich den Baumbestand. Bereits erkrankte oder vorgeschädigte Bäume prüfen sie zweimal jährlich, damit rechtzeitig eingegriffen werden kann, wenn Gefahr für Passanten droht.
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