Mönchengladbach: Durchgangsverkehr stoppen
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 22.04.2009Mönchengladbach (RPO). Eigentlich ist in der Stresemannstraße nur Anliegerverkehr zugelassen. Doch daran halten sich die wenigsten. Ein Drittel aller Autofahrer nutzt die belebte Einkaufsstraße als Abkürzung. Damit soll bald Schluss sein.
Auch das Rheydter City-Management hat sich jetzt dafür ausgesprochen, den Durchgangsverkehr künftig aus der Stresemannstraße herauszuhalten. Trotzdem sollen alle Geschäfte auch weiterhin für Autofahrer erreichbar bleiben. "Wir wollen nicht, dass die Rheydter Innenstadt zu Tode beruhigt wird", betonte am Dienstag Peter Felten, Vorsitzender des City-Managements. Dennoch gibt es auch bei der Händlergemeinschaft die Einsicht: Von Autofahrern, die einfach nur durch die Stresemannstraße fahren, ohne anzuhalten, haben auch Geschäftsleute nichts.
Doch wie bringt man die Autofahrer künftig dazu, sich an Gebote und Verbote zu halten, die sie heute geflissentlich missachten? Das Rheydter City-Management hat ein Konzept ausgearbeitet, von dem es glaubt, dass es funktioniert. So soll es künftig auf der Stresemannstraße zwei Durchfahrtsverbote geben: Vom Marienplatz dürfen Autofahrer nicht mehr in die Stresemannstraße einbiegen. Wer von der Dahlener Straße kommt, muss am Marienplatz links in die Friedrich-Ebert-Straße abbiegen. Zurzeit dürfen von der Dahlener Straße nur Busse, Taxis und Radfahrer bis zum Marienplatz durchfahren. Aber weil sich auch daran kaum jemand hält, gibt es an dieser Stelle kaum Umstellungsprobleme.
Was ist noch geplant
Marienplatz Bis zu 20.000 Menschen nutzen den Platz. Deshalb soll der Bereich vor dem Busbahnhof zur Fußgängerzone werden. Busse dürfen aber weiter durchfahren.
12. Mai Die Pläne werden in der Bezirksvertretung beraten.
26. Mai Der Bau- und Planungsausschuss tagt.
Ein zweites Durchfahrtverbot für Autofahrer gibt es auf der Stresemannstraße in Höhe der Marktstraße. "Wer die Verkehrsschilder missachtet und erwischt wird, muss richtig zahlen. Das macht man allenfalls einmal", meint Felten. Und wie erreichen die Autofahrer mit einem Anliegen die Einkaufsstraße? Wer aus östlicher Richtung, also von der Limitenstraße, kommt, kann sowohl von links als auch von rechts in die Stresemannstraße einbiegen. An der Marktstraße muss rechts abgebogen werden. Über die Harmoniestraße geht es zurück auf die Stresemannstraße. Aus westlicher Richtung, also von der Dahlener Straße aus, führt der Weg über die Friedrich-Ebert-, Markt- und Harmoniestraße zur Stresemannstraße.
Wer über die Odenkirchener Straße einfährt, soll in Zukunft die Möglichkeit haben, über die Hugo-Preuss-Straße und die Waisenhausstraße zur Stresemannstraße zu kommen. Dafür müssten die Einbahnregelungen geändert werden. Genau an diesem Punkt haben die Verkehrsplaner bei der Stadt "noch Bauchschmerzen". Martin Scheel von der Stadtverwaltung: "Wir lenken hier Verkehrsströme durch Wohngebiete."
Doch noch ist nichts entschieden. Denn erst müssen die Politiker grünes Licht geben. Und selbst wenn das geschehen ist, soll erst einmal der Rheydter Ring geschlossen werden. Zur weiteren Absicherung wird es dann eine sechsmonatige Probephase geben.
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