Mönchengladbach: Ein Aufzug fürs Pahlkebad?
VON DIETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 04.03.2009Mönchengladbach (RPO). Edelstahlbecken, Aufzug für den geplanten Kindergarten, eine neue Hallendecke: Für die Sanierung des Rheydter Stadtbades legen sich die Experten schwer ins Zeug. Noch hat sich die Stadt nicht geäußert, ob die NVV renovieren soll. Im Sommer sollen die Arbeiten beginnen.
Die erste gute Nachricht kam vergangene Woche: Das Pahlkebad wird saniert. Eine zweite könnte bald folgen: Da die Stahlpreise dermaßen in den Keller gegangen sind, könnte das Hallenbad ein fast wartungsfreies Edelstahlbecken bekommen. Und auch eine dritte gute Nachricht ist noch in Sicht: Die 700 Quadratmeter, die nach der Sanierung des Bades leer stehen, werden womöglich bald gut genutzt – für einen Kindergarten, der ins Pahlkebad einzieht und für den sogar ein eigener Aufzug angedacht ist. Doch das ist alles Zukunftsmusik. Und auf eine Geduldsprobe werden scih Schwimmer und Eltern noch einstellen müssen: Vor Herbst 2010 kann vermutlich nicht im Bad geplanscht und im Kindergarten gespielt werden. Das passiert jetzt:
Entscheidung Die Stadt ist wieder am Zug. Denn sie muss erklären, ob die NVV für sie Sanierung und Ausbau übernehmen soll. Denn das Pahlkebad ist ein städtisches Bad – im Gegensatz zum Vitusbad, das der NVV gehört. Die Stadt hat mit der Stadttochter zwar einen Betriebsführungsvertrag erarbeitet, doch der schließt eine grundhafte Sanierung ohne Beschluss und Kostenübernahme aus. Deshalb wartet die NVV derzeit auf ein Signal der Stadt.
Vorbereitung Wenn das kommt, bedeutet dies noch nicht, dass dann sofort mit den Arbeiten begonnen werden kann. Etwa drei Monate, so schätzen Experten, braucht das Sanierungsteam, das aus mehreren Unternehmen besteht, um die Renovierung vorzubereiten. Da die Arbeiten bereits vor Monaten vorgeplant wurden, fängt das Team nicht bei null an. Es ist damit zu rechnen, dass im Sommer die Baustelle Pahlkebad eingerichtet wird.
Das wird gemacht Die Haustechnik des Pahlkebades ist aus den 60er Jahren. Hier muss alles auf einen neuen Stand gebracht werden: Heizung, Sanitär, Lüftung, Elektro. Die Badwassertechnik muss ebenfalls erneuert werden. Das Haus bekommt eine neue Fassade: Die Glasfront wird ausgetauscht. Bei den Becken wird geprüft, ob herkömmlich mit Fliesen gearbeitet wird oder ob eine Edelstahlwanne eingesetzt wird. Knackpunkt ist die Hallenbad-Decke: Die Spannbetonträger, um die es so viel Aufregung gab und die besonders beschichtet werden, müssen künftig frei liegen, damit ihr Zustand beobachtet werden kann. Die Abhangdecke verschwindet also. Doch da hat die Denkmalbehörde ein Wort mitzureden, weil das Rheydter Stadtbad unter Schutz steht.
Kindergarten In Rheydt-Mitte fehlt ein Kindergarten. Und deshalb kamen die Planer auf die Idee, ihn im Gebäude des Pahlkebades unterzubringen. Denn: Hier sind inzwischen rund 700 Quadratmeter Fläche ungenutzt, so dass ein Kindergarten mit 50 Plätzen untergebracht werden kann. Es gibt genügend Freigelände für Spielmöglichkeiten und einen großen Parkplatz. Einziges Manko: Die Kleinen erreichen das Außengelände nur dann, wenn ein Treppe gebaut wird. Doch jetzt bahnt sich hier auch eine Lösung an. Mit Geld aus dem Konjunkturpaket könnte der Kindergarten barrierefrei werden – indem ein Aufzug eingebaut wird.
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