Mönchengladbach: Ein Date mit Marco Reus
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 16.12.2009Mönchengladbach (RPO). Miriam Pöstges ist großer Fan der Borussia – und von einem ihrer Stars. Dank der RP-Adventskalender-Aktion durfte die Zwölfjährige ihren Lieblingsspieler am Stadion treffen.
Es ist dunkel. Und es ist kalt. Doch Miriam Pöstges hat richtig gute Laune. Die Zwölfjährige lässt ihren Blick schweifen. Und irgendwann erkennt sie ihn: Dort hinten, irgendwo auf dem Platz neben dem Borussia-Park, da steht er. Marco Reus. Ihr Held, ihr Vorbild. Heute darf Miriam den Bundesliga-Spieler der Borussia treffen – ihr Wunsch wurde im Rahmen des RP-Adventskalenders, bei dem Kindern schwer erfüllbare Wünsche möglich gemacht werden, ausgewählt.
Miriam erzählt, dass sie jetzt seit zwei Jahren zur Borussia geht. Ihre Eltern haben irgendwann eine Dauerkarte gekauft. "Damals fand ich das eigentlich gar nicht so toll", sagt sie. "Aber ich war schnell begeistert." Jetzt verpasst Miriam fast kein Bundesliga-Spiel, sitzt mit ihren Eltern im Familienblock im Stadion.
Reus fehlte in Rheydt
Einmal hat sie bereits versucht, ihren Lieblingsspieler zu treffen. Als der Borussia-Shop in Rheydt, ihrer Heimat, eröffnet wurde, sollte auch Marco Reus kommen und Autogramme geben. Doch Reus war nicht da. "Alle waren da", sagt Miriam. "Nur Reus fehlte." Also hatte sie immer noch kein Autogramm ihres Stars. Und das, obwohl sie fast eine ganze Wand ihres Zimmers mit Artikeln und Autogrammen des Bundesliga-Profis tapeziert hat.
Nun steht sie auf dem kalten Trainingsplatz am Borussia-Park. Das Training dauert lange. Doch sie friert nicht – denn sie weiß, dass sie gleich ein paar spannende Minuten verbringt.
Sie schaut Marco zu, wartet, bis das Training vorbei ist. Doch selbst dann kommt ihr Lieblingsspieler noch nicht sofort vorbei. Während alle anderen Spieler vom Platz trotten, macht Reus noch ein paar Übungen mit Mannschaftskollegen. Dann ist es endlich so weit. Einen Ball, der in Miriams Richtung fliegt, nutzt Reus, um dem Training zu entschwinden. Er kommt zu ihr rüber, gibt ihr die Hand.
Miriam ist erstmal ein wenig sprachlos. Doch sie fasst sich schnell wieder. "Du, das mit der Eckfahne, was war das eigentlich?" Reus schmunzelt. Beim Spiel gegen Hannover hatte er ein Tor mit der Eckfahne bejubelt. "Das war für Jan Callsen-Bracker, meinen Mitspieler", sagt Reus und schmunzelt dabei. "Der ist krank, spielt aber so gern Golf. Also haben wir ihn grüßen wollen."
Miriam stellt mehr Fragen, bis ihr nichts mehr einfällt. Dann ist noch Zeit für Fotos und ein Autogramm. Miriam ist ganz still, als sich Reus wieder von ihr verabschiedet. Aber dann fängt sie sich: "Marco, wenn du Nationalspieler wirst, darf ich dich dann wieder besuchen?" Reus lacht. "Das ist noch weit weg", sagt er. "Aber wenn es soweit ist, darfst du gerne vorbeikommen."
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