Mönchengladbach: Ein Fest auf Rekordjagd
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 18.08.2008 - 11:42Mönchengladbach (RPO). Größer, höher, voller: Das Eine-Stadt-Fest brach nach Veranstalter-Angaben am Wochenende wieder seine eigenen Rekorde. Rund 170.000 Besucher feierten an den drei Tagen an der früheren Stadtgrenze. Sie genossen Schlemmermeile, Live-Musik und Kunsthandwerk.
Am Freitag- und am Samstagabend ging kaum noch etwas. Wer durch die Menschenmasse zur Kunstmeile oder zu einem der erlesenen Gastronomie-Stände auf dem Eine-Stadt-Fest wollte, der musste über handfeste Erfahrung in Stau-Fragen verfügen. Viele Besucher kauften auf der Kunstmeile bei den 36 Künstlern ein. „Es stimmte alles“, sagte Kunstschmied Andreas Lingerich.
Am Samstagabend feierten mit der Coverband „No Limit“ bis zum späten Abend tausende Besucher vor der Bühne. Darunter viele junge Menschen, die die Teilung von Gladbach und Rheydt nur aus Erzählungen kennen.
Nach Angaben des Veranstalters Campus e.V. schoben sich am Wochenende mehr als die 150.000 Besucher aus dem Vorjahr über das Eine-Stadt-Fest. Anhand der Umsatzzahlen schätzte Marco Rothermel, Vorsitzender des Vereins, die Besucherzahlen sogar auf 170.000. Damit hat das Eine-Stadt-Fest seinen eigenen Rekord aus dem Vorjahr gebrochen.
Peter Eibach seine Frau Karin konnten am Wochenende in Rheydt so richtig schmausen. Und zwar deshalb, weil die kulinarische Meile des Festes auf dem Teil aufgebaut war, der früher zur Stadt Rheydt gehörte. „Ein schönes Fest, wir kommen gerne wieder“, sagte Peter Eibach. Er findet es jedoch schade, dass solch eine Veranstaltung für Rheydt eher eine Ausnahme sei. Allerdings zieht das Eine-Stadt-Fest seit Jahren ziemlich viele Menschen an.
So auch am Sonntagnachmittag: Als die Coverband Booster den Schlussakkord setzte, versammelten sich wieder tausende Menschen vor der Bühne. „Die Leute sind happy. Die Stimmung war an allen Tagen klasse“, sagte Marco Rothermel. Oberbürgermeister Norbert Bude sprach am Samstagmittag die Eröffnungsworte: „Zeigen Sie, dass wir doch so langsam, naja, eine Stadt sind.“
Immerhin zeigten die Veranstalter, dass sich das Fest in Mönchengladbach etabliert hat. „Es ist wichtig, dass auch private Initiatoren etwas veranstalten. Dieses Fest ist sehr gut gelungen“, sagte MGMG-Chef Peter Schlippköter und spazierte mit Gattin Vera und Dackel Alois über die Festmeile.
Marco Rothermel hat schon eine Idee, wie das Eine-Stadt-Fest in kommenden Jahren aussehen könnte. „Die Gastronomen rennen uns die Bude ein. Irgendwann wollen wir eine Festmeile vom Fischerturm bis zur Kirche in Hermges.“ Am Samstagmittag hatten Rothermel und Moderator Dieter Könnes die Besucher von einem Kran, der als Kinderattraktion aufgebaut war, aus 28 Meter Höhe aus begrüßt.
Auch ein Rekord für das Fest. Eben größer, höher und noch voller.
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