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Mönchengladbach: Ein gereifter "Superstar"

VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 21.11.2009

Mönchengladbach (RPO). Gut ein Jahr nach seinem Ausscheiden bei der Castingshow "DSDS" meldet sich Simon Gincberg zurück. Der Korschenbroicher arbeitet an mehreren Projekten – und will 2010 endlich sein Album veröffentlichen.

Simon Gincberg bringt eine CD heraus. Foto: RTL

Wenn Freizeit ein kostbares Gut ist, muss auch Mama schon einmal um Audienzen bei ihrem Sohn bitten. Selbst wenn Mutter und der Sprößling unter einem Dach wohnen. "Wir sehen uns ja trotzdem leider nicht so häufig", sagt Simon Gincberg, nachdem er sich vom Café aus telefonisch mit seiner Mutter verabredet hat – der 23-Jährige ist im Stress.

Bekannt wurde Gincberg durch seine Teilnahme an der Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS), schaffte es dort unter die letzten 15 von 30 000 Bewerbern. Und selbst über ein Jahr nach dem Ausscheiden ist der Korschenbroicher noch ein Blickfang – auf der Straße wird er angesprochen. "Ab und zu muss ich sogar Autogramme verteilen", sagt er. Dabei war es in den vergangenen Monaten ziemlich ruhig um Gincberg. Aus gutem Grund – denn der Marketing-Student baut fleißig am Erfolg. Und das gleich dreifach.

Udo Jürgens in Modern

Die Musik bleibt die Leidenschaft des 23-Jährigen. Sein geplantes Album soll im ersten Halbjahr 2010 endlich erscheinen. "Es dauert alles länger als erhofft", sagt er. "Aber ich will auch vernünftige Arbeit abliefern." Einen Titel hat das Werk noch nicht, aber vier Songs sind bereits bekannt: die deutschen Lieder mit positiven Texten heißen "Nachtschwärmer", "Thronfolger" oder "Liebe gewinnt".

Er weiß aber, dass er sich nicht nur auf das unsichere Musikbusiness verlassen kann. An der Fontys in Venlo hat er endlich das Grundstudium in Marketing geschafft. "Darauf bin ich richtig stolz", sagt er. "So viel Zeit habe ich ja nicht."

Sein drittes Projekt bezeichnet Gincberg selbst als "sehr spannend". Mit Marc Pahlow, einem guten Freund von ihm und einem herausragenden Wirtschaftsspezialisten, startete er das Projekt "Tornado". Mit Musik hat das Ganze rein gar nichts zu tun. "Wir wollen Seminare halten, um jungen Menschen auf ihrem beruflichen Weg zu helfen", sagt er. Gincberg wirkt trotz seines Alters gereift, rückt aber dadurch automatisch ein wenig weg vom "Teenie-Image". "Ich habe, auch dank DSDS, viel erlebt", sagt er. "Man sagt das eine, liest hinterher plötzlich das andere in der Zeitung. Das macht früh erwachsen."

Trotz aller Mühen – der Weg zum erfolgreichen Star oder Geschäftsmann ist immer noch weit. Simon Gincberg arbeitet deshalb um so härter an der Verwirklichung seiner Träume. Und die Mama, die ist bestimmt stolz auf ihren Nachwuchs – auch wenn sie wahrscheinlich, je erfolgreicher der Sohn wird, demnächst noch schwieriger an eine Audienz kommen wird.

Quelle: RP

 
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