Mönchengladbach: Ein Sportgymnasium für Gladbach
VON PHILIPP JACOBS UND KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 12.11.2011Mönchengladbach (RP). Das Rheindahlener Gymnasium soll eine NRW-Sportschule werden. Zum Schuljahr 2013/2014 soll eine Sportklasse eingerichtet werden, ein Probelauf ist bereits für 2012 geplant. "Mönchengladbach braucht eine solche Schule", sagt Borussias Nachwuchsdirektor Roland Virkus.
Das Gymnasium Rheindahlen soll eine NRW-Sportschule werden. Die Lehranstalt, die bereits Partnerschule des Leistungssports ist, will sich für das Schuljahr 2013/2014 beim Land um diese "Beförderung" bewerben.
Dann soll es, auf freiwilliger Basis, eine fünfte Klasse geben, die nur aus talentierten Sportlern besteht. In den Jahrgangsstufen 5 bis 7 wird sondiert, ab Klasse 8 würde es eine reine Sportklasse geben. Für das Schuljahr 2012/2013 ist ein Probelauf geplant. Im Februar 2012 sollen die Eltern der Kinder befragt werden, ob ein solches Angebot für sie infrage kommt.
Gute Resonanz
"Das Schulministerium hat uns empfohlen, mit den entsprechenden Vereinen zu reden. Die Resonanz war gut, die Vereine sind sehr daran interessiert, ihre jungen Spitzenkräfte zu fördern", sagte Rainer Kühn, Schulleiter in Rheindahlen. Neben Borussia spricht das Angebot alle Clubs an, "in denen leistungsmäßig gearbeitet wird", sagt Harald Weuthen, bei der Stadt zuständig für Sport und Schule.
Das Rheindahlener Gymnasium ist als Partnerschule des Leistungssports ein wichtiger Baustein des Sport-Teilinternats im Hockeypark, in dem schon jetzt 20 hochbegabte Sportler aller Mönchengladbacher Schulen besonders gefördert werden. Lehrer aus Rheindahlen unterrichten im Teilinternat.
Unter anderem kam dieses Zusatzangebot auch Borussias Nummer eins Marc-André ter Stegen zugute. Eine NRW-Sportschule gibt es in Mönchengladbach bislang nicht. "Rheindahlen bietet sich an, weil es die einzige Schule in der Stadt ist, die Sport als Leistungskurs anbietet. Es ist gut, wenn Schulen ihr Profil schärfen", sagt Weuthen.
Das Gymnasium Rheindahlen ist nicht nur Partnerschule des Sports, sondern auch Kooperationspartner Borussias beim DFB-Projekt Eliteschule des Sports; das gilt auch für die Gesamtschule Hardt und das Berufskolleg Volksgarten.
Die NRW-Sportschule ist der nächste Schritt. "Mönchengladbach braucht eine solche Schule", sagt Borussias Nachwuchsdirektor Roland Virkus. "Es geht darum, den absoluten Top-Leistungssportlern bessere Möglichkeiten zu geben. Wenn beispielsweise unsere Nachwuchsspieler auf Länderspielreise sind, sind sie bis zu sechs Wochen unterwegs.
Dann muss viel Schulstoff nachgeholt werden", sagt Virkus. Das könnte das Gymnasium Rheindahlen als NRW-Sportschule leisten. "Der Schulsport wäre vormittags ein zweites Leistungstraining, der Unterricht würde sportspezifisch ausgerichtet, wobei sich die Schüler auf die eigene Sportart spezialisieren", sagt Kühn.
Neben der schulischen Qualifikation für die Sportklasse müssten die Schüler einen Sport-Eignungstest bestehen. Dieser soll Anfang 2012 sein. Es würde fünf Sportstunden pro Woche und zudem zusätzliche Sport-AGs geben.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






