Mönchengladbach: Eine Million für Spielplätze
VON PHILIPP COENEN - zuletzt aktualisiert: 10.06.2009Mönchengladbach (RPO). In neuer Optik sollen 20 Spielplätze im Stadtgebiet erstrahlen. Pro Anlage fließen dann 50 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II in die Sanierung. Das hat gestern der Jugendhilfeausschuss beschlossen. Der Rat entscheidet.
Spielplatzbedarfsplan
Was? Bestandsaufnahme öffentlicher Spielflächen und Feststellung der demografischen Entwicklung in der Umgebung.
Warum? Die Grundlagen liegen im Grundgesetz Artikel 2 der freien Entfaltung der Persönlichkeit und dem Sozialgesetzbuch VIII. Wer? Beauftragt mit der Spielentwicklungsplanung ist der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie der Stadt Mönchengladbach.
Rostige Schaukeln, verdreckte Sandkästen, kaputte Bänke. Damit soll bald auf 13 Spielplätzen in Gladbach ein für alle mal Schluss sein. Denn gestern hat der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung beschlossen, dass diese maroden und verwahrlosten Flächen im Zuge des Spielplatzbedarfsplans 2009 geschlossen werden sollen. Im Gegenzug sollen 20 Spielflächen im Stadtgebiet mit einer Million Euro aus dem Konjunkturpaket II attraktiver gemacht werden. Der Rat muss in seiner nächsten Sitzung abschließend darüber entscheiden. Wir zeigen, wo gewerkelt und dicht gemacht werden soll.
Ausbau von Spielflächen
Familienfreundliche Atmosphäre, flotte Rutschbahnen und frisches Grün – das sollen 20 Spielplätze künftig ihren kleinen Besuchern bieten. Laut Jugendhilfeausschuss zählen zu den dringend sanierungsbedürftigen Spielplätzen die Anlagen In der Duis, Freizeit Dahl, Brahmsstraße, Schützenstraße, Peter-Krall-Straße, Pixbusch, Beller Straße und Bolzplatz Kahle Heide.
Zudem sollen die Flächen am Geroweiher, Max-Reger-Straße, Dünner Straße sowie Mohnweg aufgewertet werden. Denn laut Spielplatzbedarfsplan 2009 haben diese Anlagen eine zentrale Bedeutung, da sie sehr gut besucht sind. Überholungsbedürftig seien zudem die Spielgeräte Am Tömp und der Urbanstraße. Zusätzliche Spielgeräte sollen die Flächen Schloss Rheydt, Bonnenbroicher Straße und Tulpenstraße erhalten.
Das Areal an der Gabelsberger Straße, das im Bebauungsplan bereits als Spielfläche ausgewiesen wurde, soll nun ausgebaut werden. Auch an der Sperberstraße in Hockstein soll ein Spielplatz entstehen. Die Skateranlage an der Wickrathberger Straße wird erweitert.
Spielplätze vor dem Aus
13 von 279 Spielplätzen im Stadtgebiet stehen laut Spielplatzbedarfsplan vor dem Aus. Nach eingängigen Prüfungen der Bezirksvertretungen schlägt der Jugendhilfeausschuss dem Rat vor, die Anlagen Am Tannenberg, Antonstraße, Borsigstraße, Breiter Graben, Hovener Straße, Irisweg, Katzenbauerstraße, Niersbendenallee, Pirolweg, Schloßacker, Thomas-Mann-Straße, Bahnstraße und Luise-Vollmer-Straße zu schließen.
Weitere Prüfungen
Bei zehn weiteren Spielplätzen soll die Schließung zunächst abgewendet werden. Die Bezirksvertretungen hatten entschieden, dass noch Beratungsbedarf besteht, so der Jugendhilfeausschuss. Darunter fallen die Anlagen am Wetschewell, Stettiner Straße, Bruchstraße, Gracht, Wickrather Straße, Oskar-Graemer-Straße, Grüner Winkel, Prinzenstraße, Reyer Straße und Blaffert. Der Rat wird in seiner kommenden Sitzung abschließend über die Schließungen und Modernisierungen der Anlagen entscheiden.
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