Mönchengladbach: Einkaufszentrum: Rat entscheidet später
VON DIETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 29.12.2009Mönchengladbach (RPO). Am 3. März sollten Gladbachs Politiker beschließen, ob MfI oder ECE das geplante Einkaufszentrum an der Hindenburgstraße bauen darf. Dieser Termin kann kaum eingehalten werden. Zu viele Details sind nicht geklärt.
Die Zeichen stehen schlecht, dass der Rat in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr über das geplante Einkaufscenter an der Hindenburgstraße entscheidet. Es sind noch so viele Details zu klären, dass es fast ausgeschlossen ist, die offenen Fragen bis zum 3. März zu klären. "Wir wollen auf Nummer Sicher gehen. Ich gehe nicht davon aus, dass wir schon im Februar so weit sind, wenn Bau- und Planungsausschuss sowie Hauptausschuss tagen", sagt der Geschäftsführer der städtischen Entwicklungsgesellschaft (EWMG), Dr. Ulrich Schückhaus.
Die Stadttochter ist für Ausschreibung und Planungsvorbereitung zuständig. Ursprünglich wollte der Rat bei seiner ersten Sitzung 2010 darüber entscheiden, ob der Essener Projektentwickler MfI oder sein Hamburger Konkurrent ECE den Zuschlag erhält. Schückhaus kann nicht ausschließen, dass er die fertigen Unterlagen nicht einmal im zweiten Ratszug im April präsentieren kann: "Vor den Sommerferien werden wir aber auf jeden Fall fertig sein." Es dauert dann noch etwa ein Jahr, bis die Baustelle am alten Theater eingerichtet wird.
Die Modelle
Verkaufsfläche MfI will 15 000 Quadratmeter neue Verkaufsfläche: Mit Theatergalerie und Lichthof kommt MfI auf 25 000. Beim ECE-Modell ist sie deutlich größer.
Großprojekte gestoppt
Bereits in vergangenen Jahren hatten Juristen wochenlang an dem Text für die Ausschreibung gefeilt. Damals stoppten Gerichtsurteile bundesweit gleich mehrere Großprojekte, weil sich für sie nicht Investoren aus ganz Europa bewerben konnten. Die Hamburger Gruppe ECE, die damals dicht vor dem Ziel stand, den Vertrag mit der Stadt zu unterzeichnen und das Projekt zu verwirklichen, musste einen neuen Anlauf nehmen. Prompt meldeten sich mehrere Interessenten, von denen am Ende nur MfI und ECE übrig blieben.
Für einen dieser beiden Projektentwickler können sich die Politiker entscheiden. ECE hatte sogar zwei Entwürfe für den Wettbewerb ins Rennen geschickt, von denen einer nicht den Kriterien entsprach: ECE verfügt nicht über die Kaufoption für die Theatergalerie und den Lichthof. Diese Grundstücke haben sich die Essener gesichert. ECE bleibt aber mit dem alten Vorschlag im Ausscheidungsrennen.
MfI will das Einkaufscenter entlang der Hindenburgstraße von Stepgesstraße bis Lichthof bauen und verzichtet darauf, die Verkaufsfläche ins Gründerzeitviertel zu erweitern. Die Stepgesstraße bleibt beim MfI-Entwurf offen, wird aber zwischen C&A und dem neuen Center für Autos gesperrt. ECE hat sich dagegen verpflichtet, Erd- und Obergeschoss von C&A mit dem Center zu verbinden und will es bereits mit dem Erdgeschoss über die Steinmetzstraße ziehen. Dafür müsste diese untertunnelt werden: Wer diese Kosten tragen soll, das steht noch nicht endgültig fest.
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