Mönchengladbach: Einzelhändler geben auf
VON PHILIPP COENEN - zuletzt aktualisiert: 07.05.2009Mönchengladbach (RPO). Drei Läden auf der Hindenburgstraße kündigen ihre Geschäftsaufgabe an: die Buchhandlung Weda, die Boutique Liberty und das Schuhgeschäft Holaja. Neue Mieter für die Ladenlokale gibt es bisher nicht.
Drei Geschäfte an der Hindenburgstraße schließen. Der Grund: Die Umsatzzahlen gingen in den letzten Jahren in den Keller. Die Buchhandlung Weda, das Damenbekleidungsgeschäft Liberty und der Schuhladen Holaja geben auf, öffnen in den nächsten Tagen zum letzten Mal an der altehrwürdigen Shopping-Meile Hindenburgstraße. Schon jetzt herrscht Leere in den Geschäften. An den Schaufenstern kleben rote Banner und Plakate, auf denen Ausverkäufe und die Geschäftsaufgaben verkündet werden.
Leerstand auf der Einkaufsmeile
"Es ist wirklich schade", sagt Sven Rabanus, Geschäftsführer der Buchhandlung Weda. "Aber der Laden trägt sich einfach nicht mehr." Schon im letzten Jahr musste er der Hälfte seiner Mitarbeiter betriebsbedingt kündigen, heute verrichten nur noch vier in dem Gladbacher Geschäft die letzten Handgriffe, räumen die Restposten, die zu 30 Prozent reduziert wurden, in die Regale ein.
Die Händler
Buchhandlung Weda: Gegründet 1977 von Peter Weda, Fachbücherei für Mathematik und EDV, Ladenlokal auf der Wallstraße, 2005 Geschäftsraum auf der Hindenburgstraße, Firmensitz Neuss.
Damenboutique Liberty: Gegründet 1976 in Herford , über 100 Filialen und über 500 Mitarbeiter in Deutschland und Österreich.
Schuhgeschäft Holaja: gegründet im Jahre 2005 auf der Hindenburgstraße.
Die Bekleidungskette Liberty mit Hauptsitz in Lübbecke schließt aufgrund von Insolvenz. "Es läuft einfach nicht mehr," sagt die Gladbacher Filialleiterin. Zu mehr möchte sich auch die Geschäftsführung nicht äußern. Die Inhaberin des drei Jahre alten Schuhladens Holaja schweigt ebenso lieber zur Geschäftsaufgabe.
Ob die bald leerstehenden Ladenlokale an neue Interessenten vermietet werden, ist bisher nicht bekannt. Der Geschäftsführer des Elektromarktes Saturn und stellvertretender Vorsitzender des Citymanagements, Eduard Felzen, bezweifelt, dass attraktive Ankermieter sich wegen des gelanten Baus des Einkaufscenters für diese Räume interessieren werden. "Deshalb muss die Stadt etwas unternehmen. So lange zum Dienstleistungszentrum nichts entschieden wird, werden Interessenten die Finger davon lassen", meint er.
Der Vorsitzende des Citymanagements, Stefan Wimmers sieht das anders: "2008 und 2009 wurden alle Geschäfte mit Ausnahme der Einkaufspassagen vermietet und deshalb werden die drei leerstehenden Geschäfte nicht lange verwaist sein. Zudem weist die Hindenburgstraße hohe Besucherzahlen auf, und die Kaufkraft der Menschen ist relativ gut." Auch Dr. Ulrich Schückhaus von der EWMG glaubt, dass schnell neue Mieter gefunden werden, "denn die Läden liegen in der klassischen 1a-Lage, die von der Bismarckstraße bis zu Peek & Cloppenburg reicht." Neben den drei Läden, die in den nächsten Tagen schließen, liegen zwei weitere Objekte direkt neben der Fast-Food-Kette Mc Donald's brach. Zuletzt waren hier eine Damenboutique und ein Kosmetikgeschäft beheimatet.
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