Mönchengladbach: Eisenbahner: Feiern trotz Zwischenfalls
VON RITA ROMMERSKIRCHEN - zuletzt aktualisiert: 08.02.2010Mönchengladbach (RPO). Rheydt Die Mitglieder der KG Blau-Weiß Eisenbahner und ihre Gäste hatten sich auf einen schönen Abend gefreut. Doch bei der Karnevalssitzung am Samstagabend im Gemeindesaal St. Johannes ereignete sich vor Beginn der Sitzung ein tragischer Zwischenfall: Ein Mitglied der KG erlitt einen Erstickungsanfall und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. "Unserem Mitglied geht es zum Glück wieder gut. Wir sind sehr glücklich, dass es ihm wieder besser geht", sagte Präsident Hans Weyers auf Anfrage der RP.
Ohne Musik und jecke Rufe
Die Sitzung der Eisenbahner nahm nach diesem Zwischenfall, natürlich einen ganz anderen Lauf, als ursprünglich geplant. Die Karnevalsgesellschaft entschied sich zwar, die Sitzung durchzuziehen, doch Präsident Hans Weyers bat um Verständnis, dass auf manche Stimmungsmusik oder Karnevalsrufe verzichtet werde. Auch das Prinzenpaar entschied sich für eine andere Vorgehensweise: Sie marschierten ohne Musik ein und verzichteten ebenfalls auf Karnevalsrufe. "Das ist eine schwierige Situation. Leider ist das Leben manchmal nicht so, wie wir es uns wünschen. Wir hoffen, dass es dem Mann sehr bald besser geht", sagte Prinz Holger I.. Prinzessin Niersia Kirsten nahm das rheinische Sprichwort "Et is noch immer jot jejange" als Anlass zur Hoffnung. Vor allem unterstützen sie den Verein in der Entscheidung, die Sitzung nicht abzubrechen, da der Karneval auch helfen könne, mit der Situation umzugehen. Orden wurden verliehen, und das Prinzenpaar wünschte den Karnevalsfreunden trotz allem noch einen schönen Abend.
Der Büttenredner "Schmitz-Backes" eröffnete das Programm und einige konnten wieder schmunzeln, auch wenn sie in Gedanken noch bei der Person waren, die den Erstickungsanfall erlitten hatte. "Wir versuchen, das Programm langsam durchzuziehen", erklärte Ralf Lauer, Pressesprecher der KG Blau-Weiß Eisenbahner. Unter anderem waren auch Künstler aus den eigenen Reihen vertreten, wie "Wolfgang Petri", dargestellt von Andre Lauer. Da die KG in diesem Jahr aufgrund der Arbeiten in der Stadthalle in den Gemeindesaal der Pfarre St. Johannes umsiedeln musste, konnten sie nur 150 Gäste begrüßen. "Aber wir sind froh, dass wir hier eine Ausweichmöglichkeit gefunden haben", sagte Lauer.
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