Mönchengladbach: Erst einmal kein Fördergeld für Rheydt
VON DIETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 04.02.2010Mönchengladbach (RPO). Rückschlag beim Innenstadtkonzept Rheydt: Das NRW-Bauministerium hat jetzt ein deutliches Signal gegeben, dass Mönchengladbach wohl keine Zuschüsse aus dem Programm "Stadtumbau West" bekommen wird. Der Grund: Dieses Programm ist stark überzeichnet.
Die Stadt hat mit mehr als zehn Millionen Euro an den Gesamtkosten von rund 12,7 Millionen Euro gerechnet und wollte möglichst schnell einen großen Teil davon in die Umgestaltung des Rheydter Marktplatzes stecken. Bisher hatten sich die städtischen Experten und der das Konzept betreuende Stadtplaner Prof. Kunibert Wachten immer sehr optimistisch geäußert, wenn es um Geld aus diesem Sonder-Fördertopf ging. Immerhin: Der Stadt wurde eine Möglichkeit dargestellt, in ein anderes Sonderprogramm zu rutschen. Das heißt "Soziale Stadt", macht aber notwendig, dass die Planer das Konzept überarbeiten. Allerdings wird nun erst Mai/Juni entschieden, ob Mönchengladbach dieses Mal dabei ist. Für die Bezirksvertretung Süd, die gestern davon erfuhr, war es ein Schock.
Er könnte sich dann in Wohlgefallen auflösen, wenn die Stadt am Ende zu den Glücklichen zählen würde. Im Nachhinein wäre sie dann sogar besser dran: Denn im Gegensatz zum "Stadtumbau West" fördern Bund und Land bei der "Sozialen Stadt" 90 Prozent der Gesamtkosten. Den Anteil, den Mönchengladbach selbst tragen müsste, würde also kräftig sinken.
Dafür muss das Innenstadtkonzept aber so verändert werden, dass es Projekte enthält, die Kindern, Jugendlichen, Senioren und sozialen Einrichtungen zugute kommen. Erste Gespräche, wie das geschehen kann, hat der städtische Chefplaner Jürgen Beckmann geführt. Er weiß: Das wird eine Kraftanstrengung – mit ungewissem Ausgang trotz aller positiven Signale aus dem NRW-Ministerium.
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