Mönchengladbach: "Es ist wirklich traurig"
VON ANDRIANA SAKARELI - zuletzt aktualisiert: 02.07.2008Mönchengladbach (RPO). Zum Thema Schmuddelecken haben sich viele Mönchengladbacher bei der Rheinischen Post gemeldet. Sie beklagen nicht nur den Müll auf den Straßen, sondern auch das mangelnde Umweltbewusstsein ihrer Mitmenschen.
Mönchengladbach Dreck, Schmierereien, Hundekot – das Thema Schmuddelecken in Mönchengladbach bewegt viele Bürger. Einige davon haben der Rheinischen Post geschrieben – und neben der Hindenburgstraße auch auf andere „Schandflecken“ aufmerksam gemacht. Hier ein paar ausgewählte Beiträge.
Michael Künzel „Wer im Rheydter Zentrum wohnt, hat es gut. Sollte das Aufkommen von Haus- und Sperrmüll aller Art wieder einmal ungeahnte Ausmaße annehmen, so bediene man sich der kostenlosen Entsorgungsstelle Container-Standplatz Gracht. Abfuhrtermin ist werktäglich. Und ganz ungenierten Trägern von prallgefüllten Mülltüten, die das Tageslicht nicht scheuen, werden die Lasten vom freundlichen GEM-Mitarbeiter auch mal gerne mit einem Lächeln aus den Händen genommen. Wer meint, so viel Abfall auf einem Haufen sei Besorgnis erregend, verteilt seinen Dreck lieber im dort vorhandenen Buschwerk.“
Monika Schleimer „Die Pflastersteine am Busbahnhof Europaplatz sind voller eingetretener Kaugummis. Noch so ein Unding: Die Busfahrer, die an der Station kurz halten, werfen ihre Zigarettenkippen einfach aus ihrem Fenster auf den Gehweg und fahren dann weg.“
Ursula Albrecht „Für ein schöneres Umfeld muss man auch selbst etwas tun. Ich wohne bereits 15 Jahre an der Gartenstraße. Der Fußgängertunnel dort war derart verdreckt, dass ich einfach ins Rathaus gegangen bin und mit dem Bezirksvorsteher gesprochen habe. Kurze Zeit später wurde der Tunnel sauber gemacht.“
Horst Wieland „Die Gasse hinter der Sparkasse in Rheydt ist in einem schlimmen Zustand. Dort laden Menschen einfach ihren Müll ab Uriniert wird dort auch.“
Margret Vitz „Am Bellstieg in Richtung Eicken muss etwas passieren! Alles ist besprayt und verschmutzt, überall sammelt sich Müll an.“
Elisabeth Langen „Seit Jahren liegt auf der Margarethenstraße/Ecke Eickener Straße ein Abriss-Gebiet brach. Unkraut und Sträucher wachsen wie wild und ragen bis zum Bürgersteig. Dieser ist so kaputt, dass man an der engste Stelle auf der Straße gehen muss.“
Inge Rommerskirchen „Die Stadt hat vor einigen Jahren zwei wunderschöne Ginkgobäume im Wendehammer an der Bleichgrabenstraße gepflanzt. Einer davon ist sehr gepflegt, weil eine Nachbarn das Unkraut jätet. Um den anderen Baum kümmert sich niemand. Ich habe schon zweimal beim Grünflächenamt angerufen, aber nichts hat sich getan.“
Elisabeth Hermens „Es ist wirklich traurig. An der Gracht in Rheydt kann man die Leute beobachten, wie sie ihre Mülltüten einfach abstellen und dann verschwinden.“
Susanne Schindler „Ich habe mich bei der Stadt über das immer dreckiger werdende Straßenbild beschwert und Lösungsvorschläge vorgelegt. Die Antwort war, ich solle mich bei einer Initiative anmelden. Ich glaube, dass oft die Langeweile und Perspektivlosigkeit Graffiti oder Zerstörungswut hervorrufen. Außerdem sollte das Ordnungsamt öfter präsent sein und auch mal hohe Strafen aussprechen.“
Sandra Launenzaun „Es sollte alles abgerissen und neu gebaut werden! Mönchenglad-Kaff triff’s wohl eher! Wir müssen uns echt schon schämen, wenn man uns fragt: ,Und, was kann man denn schönes in MG machen?‘ Ja nix – sich den ganzen Tag ekeln.“
Gregor Mausolf „Schmuddelecken befinden sich in Mönchengladbach mittlerweile so viele, dass man sie gar nicht zu zählen vermag. Es mangelt nicht an zu wenig Entsorgungsmöglichkeiten, sondern das Bewusstsein, seine Umwelt in Ordnung zu halten, ist vielen Bürgern einfach ganz egal.“
Manfred Klein „Schöner Adenauerpark! Hundebesitzer benutzen den Rasen von morgens bis abends ungestraft als Hundeklo. Leere Flaschen und Müll stapeln sich an den Müllbehältern. Die Stadtverwaltung kontrolliert nur die falsch geparkten Autos – und das bis zu fünfmal täglich. Die Sauberkeit auf öffentlichen Plätzen und Straßen scheint die Politiker nicht zu interessieren.“
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