Serie: Wie geht eigentlich..?: Faltenfrei bis zur Manschette
VON NADINE FISCHER - zuletzt aktualisiert: 03.01.2012Mönchengladbach (RP). Auf die richtige Technik kommt es an, dann wird auch das zerknittertste Hemd beim Bügeln wieder schön glatt. Experte Josef Peters gibt Tipps. Bis heute werden in seinem Familienbetrieb die Hemden handgebügelt.
Sieben Minuten braucht Josef Peters, um ein Hemd faltenfrei zu bügeln. Der Mann ist geübt: 1964 eröffnete er in Holt seine Reinigung, seit 1994 ist er Seniorchef. Bis heute werden in dem Familienbetrieb die Hemden handgebügelt, auch seine eigenen Hemden glättet Josef Peters noch immer selbst. Der Bügel-Service der Holter Reinigung ist sehr gefragt, "das boomt", sagt der Fachmann. Vielen sei es heutzutage einfach zu aufwändig, die Hemden selbst zu glätten.
Für den Experten mit seiner Profi-Ausrüstung ist das ein Kinderspiel – doch auch am heimischen Bügelbrett lassen sich gute Ergebnisse erzielen. Kragen "Am besten fängt man mit dem Kragen an", sagt Josef Peters. Er legt den Kragen mittig auf das Bügelbrett, mit der Innenseite des geöffneten Hemdes nach oben. "Das Bügeleisen wird auf ,Baumwolle' oder drei Punkte eingestellt", sagt er. Jetzt bügelt Peters über den Kragen, immer mit Dampf.
Wie geht eigentlich...
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"Wenn man die Hemden feucht bügelt, kann man auf den Dampf verzichten", erklärt er und knickt den Kragen nach außen um. Nochmal von innen drüber bügeln, so bekommt der Kragen eine schöne Kante. Manschetten Die Manschetten bügelt Josef Peters erst von innen. Dann stülpt er die sie nacheinander über das Ärmelbrett, bügelt die Manschetten von außen und streicht mit dem Bügeleisen ein paar Zentimeter die Ärmel hoch.
Nach und nach glättet Peters den Stoff rundherum. So ein Ärmelbrett sei nötig, "sonst bekommt man die Falten nicht glatt", sagt Peters. Ärmel Jetzt zieht der Fachmann einen Ärmel ganz auf das Ärmelbrett auf. Mit gleichmäßigen Längs-Strichen bügelt er ihn etappenweise. Das macht Peters auch mit dem zweiten Ärmel. Wer kein Ärmelbrett hat, legt die Ärmel zum Glätten nacheinander mit Vorder- und Rückseite auf das Bügelbrett auf.
Rumpf Josef Peters platziert das geöffnete Hemd so auf dem Bügelbrett, dass die eine Hälfte der Vorderseite komplett quer darauf liegt. Besonders gut funktioniert das, wenn er den Stoff im Achselbereich über den abgerundeten Teil des Bügelbrettes stülpt. Als erstes glättet Peters die Knopfleiste. Dann widmet er sich mit langen Strichen der Hemdvorderseite. Jetzt ist das Rückenteil dran. Auch dabei liegt der Achselteil an der Rundung des Bügelbrettes an.
"Nicht zu schnell bügeln. Damit der Dampf einwirken kann." Am Schluss sieht er sich sein Werk von allen Seiten an. "Wenn noch irgendwo Falten sind, bügelt man nach. Bei hartnäckigen Falten sprüht man Wasser drauf und bügelt dann so lange, bis sie weg sind."
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