Mönchengladbach: Familienkasse: Verschwinden Unterlagen?
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 16.07.2010 - 18:08Mönchengladbach (RPO). Die Beschwerden von Bürgern über die Familienkasse reißen nicht ab. Seit acht Monaten wartet Sabine Lenz nun auf einen Bescheid, ob sie für ihre 20-jährige Tochter weiter Kindergeld bekommt.
Nachdem die eine Marketing-Ausbildung in Düsseldorf begonnen hatte, erhielt sie zunächst drei Monate weiter Kindergeld. Der Antrag auf Kindergeld bis November 2009 wurde bewilligt, wenn auch erst im November 2009.
Auf den Folgeantrag gab es bislang allerdings keinen Bescheid. Stattdessen forderten die Sachbearbeiter permanent weitere Unterlagen über das Einkommen und Werbungskosten für die Fahrten zum Arbeitsplatz und zur Schule – die allerdings bereits vorlagen.
Einige Kopien schickte Sabine Lenz mehrmals an die Familienkasse, mitsamt neuen Erinnerungen. Am 29. April kam zunächst die Ablehnung des Antrags, weil keine Informationen über die Einkünfte der Tochter vorlägen. Sie schickte alles noch einmal an die Familienkasse und wartet seitdem auf eine Antwort. „Langsam resigniere ich“, sagt die Bankkauffrau und dreifache Mutter.
Zuletzt kam es immer wieder zu langen Wartezeiten oder zu kuriosen Pannen bei der Familienkasse. Eine Familie hatte kürzlich zum Beispiel am selben Tag eine Ablehnung und eine Zusage über das Kindergeld erhalten. Sabine Lenz versteht das nicht. „Bis vor eineinhalb Jahren ging alles absolut reibungslos. Ich hatte auf jedes Schreiben, auf jeden Antrag innerhalb von zwei Wochen die Antwort“, sagt sie. Nun sieht es so aus, als ob regelmäßig Unterlagen in der Behörde verloren gingen.
Langsam reicht es Sabine Lenz. „Meine Akte allein seit November mit dem ganzen Hin und Her ist schon mehrere Zentimeter dick“, sagt Sabine Lenz. „Ich will endlich eine ordentliche Antwort bekommen.“
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







