Mönchengladbach: Fast-Blamage: Rheydt-Mitte gab Innenstadtkonzept auf Weg
VON DIETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 27.08.2008 - 12:13Mönchengladbach (RPO). Um Haaresbreite sind die Rheydt-Mitte-Politiker gestern einer Blamage entgangen. Beim Innenstadtkonzept gab es unterschiedliche Anträge - von der Verwaltung, von der SPD und von der CDU. Und da der FWG-Vertreter Oskar Gerdom erklärte, er werde keinem Antrag zustimmen und erst von der Verwaltung ein schlüssiges Konzept erwarten, hätte es keine Mehrheit gegeben und wären CDU und SPD mit ihren Anträgen baden gegangen.
Am Ende gab’s nach einer Sitzungspause einen Schulterschluss von CDU, SPD und den Grünen. Sie stimmten für alle drei Anträge. Ihr Argument: Wenn es keine Mehrheit gegeben hätte, wäre 2009 baulich nichts passiert. Nach der gestrigen Entscheidung kann die Verwaltung planen und auf der Basis der vorgelegten Anträge weiter entwickeln, um die Vorgaben des vom Dortmunder Planungsbüro Scheuvens und Wachten erarbeiteten Konzepts schrittweise umzusetzen.
Leitlinie der Geschäftsleute
Der Vorstand des Rheydter City-Managements hatte den Politikern gestern Morgen noch die eigene Leitlinie mitgegeben. Diese deckt sich weitgehend mit den Vorstellungen von CDU und SPD: Öffnung der Mühlenstraße in beide Fahrtrichtungen, die Stresemannstraße von bloßem Durchgangsverkehr befreien, das Lankes-Gelände entwickeln, Marktplatz, Harmonieplatz und Marktstraße/Sparkassenvorplatz aufwerten.
Aber es gibt auch einen kleinen, aber entscheidenden Unterschied: Die Geschäftsleute-Vereinigung will keine neuen Einzelhandelsflächen für das Postareal. Das sieht die Verwaltung anders, während die SPD da auf Seiten der Geschäftsleute steht.
Auch wenn es bei der Grundsatzfrage eine Annäherung zwischen den Fraktionen in der Bezirksvertretung gab, ist der Friede brüchig. Denn als es um einen weiteren CDU-Antrag ging, der unter anderem den auf zwölf Millionen Euro geschätzten Teilumbau des Rheydter Rathauses vorsieht, waren die Mehrheitsverhältnisse eindeutig: SPD, Grüne und FWG lehnten ab, die FDP enthielt sich.
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