Mönchengladbach: Feuer in Mehrfamilienhaus
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 16.10.2009Mönchengladbach (RPO). Bei einem Brand in einer Dachgeschosswohnung an der Geistenbecker Straße ist gestern ein Schaden von rund 400 000 Euro entstanden. Verletzt wurde niemand. Die Bewohner, eine fünfköpfige Familie, waren nicht zu Hause.
Als Passanten gestern Morgen das Feuer in einem Mehrfamilienhaus an der Geistenbecker Straße entdeckten, da quollen schon dicke Rauchwolken aus der Dachgeschosswohnung. "Bei uns sind dann nacheinander zehn oder zwölf Notrufe eingegangen", berichtet ein Feuerwehrmann. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte am Brandort schlugen die Flammen aus dem Dachgeschoss. Das betroffene Gebäude und die Nachbarhäuser wurden evakuiert.
Nachbar wollte helfen
An der Dachgeschosswohnung, zu der die Feuerwehrleute mit Atemschutzwohnung vordrangen, war die Tür bereits eingetreten. "Ein Ersthelfer hat sie geöffnet", sagte Einsatzleiter Johannes Wilde später. Eine Nachbarin berichtete, dass ein Feuerwehrmann aus der Nachbarschaft, der nicht im Dienst war, zu dem Haus gelaufen sei, um zu helfen.
Der Einsatz
Um 10.37 Uhr rückte die Feuerwehr zum Brand an der Geistenbecker Straße aus.
Nach einer Stunde war der Brand gelöscht. Danach mussten noch Glutnester gelöscht werden. Auch Nachbarhäuser wurden überprüft.
Etwa 60 Feuerwehrleute waren im Einsatz.
24 Wehrleute waren zu dem Brand an der Hardter Landstraße ausgerückt.
"Er hat an der Wohnung im Dachgeschoss geklopft. Als niemand öffnete, brach er die Tür auf. Dann sah er den Qualm und wusste: Falls hier noch Menschen drin sind, dann sind sie tot", sagte die Anwohnerin.
Doch zum Glück waren keine Menschen mehr in der Wohnung. Die fünfköpfige Familie habe kurz vorher das Haus verlassen, berichtete eine andere Nachbarin. Und – wie eine Ironie des Schicksals: Die Familie habe umziehen wollen und sei gerade dabei, die neue Wohnung zu renovieren.
Feuerwehrleute unter Atemschutz löschten die Flammen über Drehleiter von außen und über das Treppenhaus von innen. Das Dach war schon durchbrochen, einige Fensterscheiben waren in der Gluthitze geplatzt. Den Einsatzkräften gelang es, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Gegen 10.40 Uhr war die Feuerwehr ausgerückt, eine Stunde später der Brand gelöscht. Dennoch brannte die Dachgeschosswohnung völlig aus.
Ein Übergreifen der Flammen auf die anderen Wohnungen konnte verhindert werden. Über den Schaden, der durch das Löschwasser entstanden ist, konnte Brandamtmann Wilde unmittelbar nach dem Einsatz noch nichts sagen. Nur so viel: "Wir haben sehr viel Wasser gebraucht." Die Polizei bezifferte den Gesamtschaden auf rund 400 000 Euro.
Über die Brandursache konnten gestern noch keine Angaben gemacht werden. Wie die Polizei mitteilte, wurde für die Ermittlungen ein Sachverständiger eingebunden.
Bereits am Vorabend war die Feuerwehr zu einem Brand an der Hardter Landstraße ausgerückt. Wie Einsatzleiter Benedikt Mattern mitteilte, war in einem Heizungsraum im Erdgeschoss eines Wohnhauses zunächst unbemerkt ein Feuer ausgebrochen.
Kurz vor 21 Uhr bemerkten die Bewohner die starke Rauchentwicklung und alarmierten die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte löschten den Brand mit einem Trupp unter Atemschutz. Ursache des Feuers könnten in Brand geratene Rußreste im Kamin sein. Auch hier sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





