Mönchengladbach: Feuer zerstört größte GEM-Halle
VON DIETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 14.01.2009Mönchengladbach (RPO). Die Feuerwehr löste sofort die zweithöchste Alarmstufe aus, als gestern gegen 20.52 Uhr die Nachricht aus dem Nordpark kam: Die größte Lagerhalle der GEM brannte lichterloh. Hier stehen auf 2500 Quadratmetern normalerweise 14 Großfahrzeuge – Kehrmaschinen, das Schadstoffmobil, Kleintransporter, dazu zahlreiche Geräte. Es gelang noch, einen Teil der Fahrzeuge aus der bereits brennenden Halle zu fahren. Dennoch sind mehrere komplett zerstört, der Schaden geht vermutlich in die Millionen.
Die Brandursache steht nicht fest: Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf. Menschen kamen nicht zu Schaden. Der Brand hat Auswirkungen auf die Arbeit der GEM am heutigen Tag: Bei der Straßenreinigung ist mit Einschränkungen zu rechnen.
80 Leute im Einsatz
Alle drei Berufsfeuerwehren der Stadt und weitere fünf freiwillige Einheiten rückten zum Nordpark aus. Rund 80 Feuerwehrleute versuchten ein Übergreifen des Feuers auf zwei angrenzende Lagerhallen zu verhindern. Das gelang ihnen relativ schnell. "Wir haben die Situation voll im Griff. Die Lage entspannt sich", berichtete um 22 Uhr der Sprecher der Berufsfeuerwehr, Frank Nießen. Als die Feuerwehrleute dem Einsatzort näherten, war ihnen schnell klar, dass ein größerer Einsatz bevorstand. Flammen schlugen bereits aus dem Flachdach. Einsatzleiter Dietmar Grabinger wusste sofort, was zu tun war: Der 30-Jährige, seit Juni Abteilungsleiter Gefahrenabwehr, wies seine Leute an, die beiden angrenzenden Hallen zu schützen, damit die Flammen nicht übergreifen konnten. Die brennende Halle und die beiden Nachbarhallen haben die Form eines großen U – der untere Teil wurde ein Raub der Flamen, die beiden anderen Lagerstätten gerieten wegen des raschen Eingreifens der Feuerwehr nicht in Brand.
Ob die abgebrannte Halle komplett abgerissen werden muss, entscheidet sich in den nächsten Tagen. Ein Statiker begutachtete die Lagerstätte noch gestern Nacht: Der vordere Teil ist komplett zerstört, die Aluminiumwände sind teilweise geschmolzen. Der hintere Teil der etwa 120 langen und 20 Meter breiten Halle hat weniger Schaden genommen. Gegen 23 Uhr löschte die Feuerwehr noch mehrere Glutnester. Mit einem Aufflackern des Brandes war nicht mehr zu rechnen. Neugierige störten ihre Arbeit im Übrigen nicht: Die Polizei hatte weiträumig abgesperrt.
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