Mönchengladbach: Fischer: Umzug ins alte Theater viel zu teuer
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 11.07.2008 - 10:07Mönchengladbach (RPO). Nächstes Jahr zieht das Theater um. Mit der Frage, ob das alte, leerstehende Schauspielgebäude an der Hindenburgstraße vorübergehend aktiviert werden kann, musste sich die Stadt nicht lange beschäftigen. „Es war schnell erkennbar, dass diese Alternative viel zu teuer ist“, erklärt Kulturdezernent Dr. Gert Fischer.
Denn das Haus, in dem 1998 der letzte Vorhang für das Musical Gambler fiel, ist dringend sanierungsbedürftig. „So wie es da steht, würde heute niemand mehr einen Betrieb zulassen“, sagt Fischer. Auch im alten Gebäude müssten Brandschutzverordnungen eingehalten werden. Eine Sanierung wäre fast so teuer wie die des Hauses an der Odenkirchener Straße.
Der Umzug des Theaters in die Bundeswehrhalle ist ein Intermezzo für eine Spielzeit. Denn nachdem das Schauspielhaus in Rheydt für rund sieben Millionen Euro so aufgerüstet ist, dass es in allen Punkten der neuen Brandschutzverordnung entspricht, kehren die Schauspieler, Tänzer und Musiker zur gewohnten Bühne zurück. Das alte Bundeswehr-Depot kostet immerhin 1,3 Millionen Euro.
Den Kaufpreis sieht der Kulturdezernent allerdings als langfristige Investition. Denn nach Rückkehr des Theater an die alte Spielstätte will die städtische Tochter EWMG die Halle im Nordpark weiterhin wirtschaftlich nutzen. Blieben noch die Kosten für die Umrüstung des Depots. Hier mag sich noch niemand so recht auf Beträge festlegen: ein bis zwei Millionen werden es wohl werden, sagen Experten.
Fischer: „Aber nicht nur die Kostenseite spielte eine Rolle bei der Entscheidung gegen das Schauspielhaus an der Hindenburgstraße. Das Gebäude ist auch schlichtweg zu klein.“ Schließlich soll das komplette Theater umziehen. Der Dezernent: „Die Büros könnten wir noch auslagern, aber was ist mit dem Ballett-Probenraum und wohin mit den Werkstätten?“
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