Mönchengladbach: "Flashmob" gegen Kinderunfälle
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 09.02.2010 - 18:20Mönchengladbach (RPO). Was ein „Flashmob” ist, wissen die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätten Stadtwaldräuber und Hockstein noch nicht. Dafür sind sie noch zu klein. Trotzdem waren sie gestern mitten drin.
Die Kleinen sorgten für einen scheinbar spontanen Menschenauflauf auf einem öffentlichen Platz einen Flashmob eben. Zusammen mit ihren Betreuern und geschützt von der Polizei traten die Mädchen und Jungen am Nachmittag im Pulk auf die Dahlener Straße und sorgten somit für einen kurzen Verkehrsstopp.
Damit wollten sie auf die Kinderunfälle im vergangenen Jahr aufmerksam machen. 109 Helium gefüllte Luftballons ließen die Mädchen und Jungen in die Luft steigen. Genau so viele Unglücke mit Kindern gab es im vergangenen Jahr.
Polizei, Stadt und der Verein „Kids in MG” hatten die Stelle bewusst ausgesucht. Denn genau dort, an der Dahlener Straße, war in der vergangenen Woche ein Autofahrer mit 126 km/h erwischt worden. „Da hat nicht mal jemand vergessen, aufs Tacho zu gucken. Das war eine ganz bewusste Gefährdung”, sagt Karl-Heinz Opdensteinen, Leiter der Direktion Verkehr.
Das auf der Straße häufig gerast wird, obwohl dort viele Kinder unterwegs sind, hat auch Simone Horn, Leiterin der Kita Stadtwaldräuber, schon häufig erlebt. Deshalb wollen Polizei und Stadt ihre Kontrollen auch fortsetzen. Schwerpunkt im laufenden Jahr soll die Mönchengladbacher Innenstadt sein. Denn im Gegensatz zu den anderen Stadtteilen stiegen dort die Unfallzahlen.
Auch wenn insgesamt die Entwicklung der Unglücke, in denen Kinder verwickelt sind, rückläufig ist, will sich der Verein Kids in MG weiter engagieren. Für Aktionen gegen Kinderunfälle werden noch weitere Sponsoren und Mitglieder gesucht, wie der Vorsitzende Utto Reugels gestern sagte.
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