Mönchengladbach: Fleischfabrik: Nach Brand bald Expansion?
zuletzt aktualisiert: 02.09.2008Mönchengladbach (RPO). Meterhohe Flammen, Rauchschwaden, die den Himmel verdunkeln – vor vier Monaten brannte die 4400 Quadratmeter große Produktionshalle der Fleischfabrik „Vital Convenience“ im Neuwerker Gewerbegebiet bis auf die Grundmauern nieder. Trotz des Desasters will sich John Balvers, Gesellschafter der Firma, nicht unterkriegen lassen. „Jetzt wollen wir wieder an derselben Stelle bauen“, sagt er.
Seit etwa sechs Wochen sind die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft und der Versicherungsexperten abgeschlossen. Ursache des verheerenden Brandes waren Risse im Abgasrohr eines Wärmetauschers – ein technischer Defekt. Die letzten Monat waren für Gesellschafter Balvers ein reines Chaos. „Gott sei Dank wurde niemand dabei verletzt, aber der wirtschaftliche Schaden ist immens.“ Genaue Zahlen will er nicht nennen, aber es geht um mehrere Millionen. Hinzu kommt, dass rund 100 Mitarbeiter ihren gewohnten Arbeitsplatz verloren haben. „Wir konnten aber die festangestellten Mitarbeiter in Emmerich bei der Schwesterfirma unterbringen.“ Den Zeitarbeitern wurde gekündigt.
Doch nun schaut Balvers nach vorne. „Der Neubau steht an“, sagt der 42-Jährige. Anfang Juni nächsten Jahres soll der erste Bauabschnitt fertig sein. Dann ist die Firma „Vital Convenience“, die sich auf die Herstellung und Verpackung von Fleischwaren wie Schnitzel, Frikadellen und Nuggets spezialisiert hat, wieder in Mönchengladbach vertreten. „Bis auf die Verwaltung befindet sich zurzeit nichts mehr an diesem Standort. Wir wollen hier wieder mit den Verpackungsarbeiten beginnen“, sagt Balvers. Bis die Grillstraße für die Fleischverarbeitung steht, werden Monate vergehen. Balvers hofft, die Firma vergrößern zu können: „Auf dem 14 000 Quadratmeter großen Gelände wäre genügend Platz. Wir müssen aber zunächst abwarten. Dann wäre es auch möglich, das Personal aufzustocken.“
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