Mönchengladbach: Fliegerbombe mit großem Knall entschärft
VON ANDREAS MENNE - zuletzt aktualisiert: 19.06.2009 - 16:43Mönchengladbach (RPO). Gestern 10.30 Uhr: Ein lauter Knall hallt über die Straße Reststrauch in Mönchengladbach. Eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg sorgte dort für Aufsehen.
Auf Grund von Entschärfungsmaßnahmen wurde der Bereich 250 Meter um die Fundstelle, einem an die Straße grenzenden Feld, von der Polizei gesperrt. Jost Leisten, zuständiger Sprengmeister vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung, gab jedoch Entwarnung. Die Bombe konnte unschädlich gemacht werden.
Problemlose Entschärfung
Die betroffenen Anwohner und Gewerbetreibenden waren bereits vor zwei Tagen schriftlich vom Amt für öffentliche Ordnung über die Sperrung informiert worden. Zudem war der Reststrauch gestern für den Zeitraum der Entschärfung weder für Fußgänger noch für Autofahrer war passierbar. Auch die Wickrather Ab- und Auffahrt der A61 sowie die Zugstrecke zwischen Rheydt und Wickrath durften nicht befahren werden.
"Die Entschärfung hat sich zu jedem Zeitpunkt als problemlos erwiesen", verriet Sprengmeister Leisten. Bei dem Einsatz habe sich ein neuer Entschärfungsroboter bewährt gemacht. Außerdem sei die englische, fünf Zentner schwere Bombe ein Standardmodell gewesen, das wohl erst 1945 gegen Ende des Krieges in das Feld eingeschlagen ist. Planmäßig konnte die Zündeinheit ausgebaut und vom Sprengkörper der Fliegerbombe entfernt werden. Dann wurde sie vor Ort gesprengt. Der laute Knall hatte an der Absperrung wartende Passanten zunächst erschreckt. Jost Leisten erklärte aber, dass dieser normal sei.
Das Ackerland auf der linken Seite der Straße in Fahrtrichtung Rheydt soll bebaut werden. Daher wurde eine Verdachtsanalyse durchgeführt und die Bombe entdeckt. Das vier Mann starke Entschärfungskommando überraschte der Fundort überhaupt nicht: "Über die an das Feld grenzende Bahnlinie wurden während des Krieges Waffen ans Meer transportiert." Mönchengladbach wurde im Zweiten Weltkrieg als erste deutsche Stadt von britischen Flugzeugen bombardiert. Im gesamten Regierungsbezirk gibt esetwa 130 solcher Entschärfungen pro Jahr.
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