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Mönchengladbach: Flugzeugpiloten mit Laserpointer geblendet

VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 02.09.2010

Mönchengladbach (RPO). Die Polizei spricht von einer erheblichen Gefahr. Gleich zweimal haben unbekannte Täter vom Mönchengladbacher Stadtgebiet aus Piloten von Passagiermaschinen mit so genannten Laserpointern geblendet und beim Landeanflug massiv gestört.

Die Flugsicherung soll nicht privatisiert werden. Foto: ddp, ddp

Wie die Polizei gestern mitteilte, standen die Täter in der Nacht zu Mittwoch im Bereich Arrather Hof/Ahrener Feld in Giesenkirchen, als sie gegen 22.40 Uhr ein Flugzeug des Herstellers Bombardier ins Visier nahmen. In der Nacht zuvor wurden um 22.26 Uhr der Bresgespark in Rheydt als Tatort lokalisiert. In dem Fall traf der Laserangriff den Flugzeugführer einer Boeing 737. Er und auch der andere Kapitän wurden laut Polizei beim Landeanflug auf Düsseldorf massiv gestört.

Passagiere massiv gefährdet

In beiden Fällen hatten die Piloten die Flugsicherung informiert, die wiederum die Mönchengladbacher Polizei alarmierte. "Wir sind mit mehreren Einsatzfahrzeugen zu den Tatorten rausgefahren, es kam aber zu keinen Festnahmen", sagte gestern Polizeisprecher Jürgen Lützen. Deshalb sucht die Kriminalpolizei nun Zeugen, die verdächtige Lichterscheinungen oder verdächtige Personen beobachtet haben. Wer etwas gesehen hat, wird gebeten, sich dringend mit dem Kommissariat 11, zuständig für Kapitaldelikte, in Verbindung zu setzen.

Das Blenden von Piloten mit Laserpointern nehme im besorgniserregenden Maße zu, so die Polizei. Erst vor wenigen Tagen wurde in Paderborn ein Flugzeugführer mit einem Laserpointer geblendet. In Neuss hatten drei Männer die Insassen eines Airbusses A 330-220 in Gefahr gebracht. Sie konnten festgenommen werden.

"Das Blenden mit Laserpointern als Scherz spielender Kinder oder Jugendlicher anzusehen, wird der extremen Gefahr dieses Phänomens nicht gerecht", so Lützen. Gerade in den ohnehin schon kritischen Phasen eines Fluges wie dem Landeanflug könne das plötzliche Blenden verheerende Folgen haben. Denn so werde eine große Anzahl von Fluggästen massiv gefährdet.

Das Blenden mit den meistens illegalen, weil zu lichtstarken Laserpointern, stellt einen so genannten "Gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr" dar. Laut Polizei wird es mit Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahren bestraft. Hinweise zu den Vorfällen in der Nacht zu Mittwoch und zu Dienstag nimmt die Polizei unter Tel. 02161 290 entgegen.

Quelle: RP

 
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