Mönchengladbach: Förderzusage für Event-Hangar am Flughafen soll bald eintreffen
VON JAN SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 07.02.2012Mönchengladbach (RP). Noch im ersten Quartal 2012 erwartet die städtische Entwicklungsgesellschaft (EWMG) eine Förderzusage für den geplanten Event-Hangar am Flughafen. 3,4 Millionen Euro sollen zu jeweils 50 Prozent das Land und die EU beisteuern zu dem Projekt, mit dem neben einer historischen Ju 52, einer rekonstruierten Junkers F-13 auch eine Veranstaltungsstätte speziell für Business-Gäste am Flughafen etabliert werden soll. Die Planungen stellte jetzt EWMG-Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus in der Bezirksvertretung Ost vor.
Demnach liegen die vollständigen Förderanträge mittlerweile der Bezirksregierung vor. Ursprünglich sei man lediglich von einer Förderung über 3,1 Millionen Euro ausgegangen, dann jedoch habe die zuständige Jury angemahnt, das Projekt etwas größer zu dimensionieren – und noch einmal zusätzliche 300 000 Euro versprochen. Den Restbetrag zum Gesamtvolumen von 4,3 Millionen Euro zahlt zum einen die Stadt; der vom Rat bereits beschlossene Eigenanteil beträgt 400 000 Euro. Zum anderen soll ein Kredit über rund 460 000 Euro helfen, den die EWMG mit ihrer Tochtergesellschaft Event-Hangar Mönchengladbach GmbH aufnimmt. Diese eigens zu diesem Zweck gegründete Tochter ist Förderantragsteller beim Land und soll die Business-Location an einen Betreiber vermieten. Dieser sei zwar noch nicht gefunden, "aber es scharren bereits mehrere Interessenten mit den Hufen", so Schückhaus weiter. Der Vertrag soll über 15 Jahre laufen und auf jeden Fall unterzeichnet sein, bevor mit dem Bau am Flughafen begonnen wird. "Die MGMG hat es im Vorfeld leider abgelehnt, die Halle zu betreiben." Rund 50 Veranstaltungen pro Jahr seien fürs Erste vorgesehen. Geplant sind ein Restaurant mit Abendbetrieb sowie Seminarräume, speziell Unternehmen sollen die Halle für Präsentationen und Tagungen nutzen.
Nachgebaute Junkers F-13
Der Standort-Entscheidung pro Niersbrücke und gegen Rheydt war ein langer Streit vorausgegangen. Der Verein der Freunde historischer Luftfahrzeuge, der die Mönchengladbacher Ju 52 von Hugo Junkers gehört, wollte die legendäre Maschine nur unter der Voraussetzung als kostenlose Dauerleihgabe an die Stadt übergeben. Mittlerweile sei der Verein dabei, eine Junkers F-13 zu rekonstruieren. Das nachgebaute Modell dieses ersten jemals konstruierten Leichtmetallflugzeugs soll ebenfalls dauerhaft am Flughafen ausgestellt werden. "Diese Absicht besteht", so Schückhaus. Man befinde sich in vertraglichen Vereinbarungen mit dem Verein.
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