Mönchengladbach: Freibadgelände Giesenkirchen: Sportler sind uneins
VON O. E. SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 16.07.2008Mönchengladbach (RPO). Die Pläne für eine neue Sportanlage auf dem früheren Freibadgelände in Giesenkirchen werden weiter heftig diskutiert. Inzwischen melden sich immer mehr Sportler zu Wort. Und auch bei denjenigen, die die beiden Kunstrasenplätze künftig nutzen sollen, ist die Stimmungslage nicht eindeutig. Zu der Frage, wie dringend die Bezirkssportanlage Puffkohlen saniert werden müsste, gibt es ebenfalls unterschiedliche Meinungen.
Lieber Naturrasen
Manfred Brendgen, einst Vorsitzender der DJK/VfL Giesenkirchen (und früherer CDU-Ratsherr), ist gegen eine Sanierung am Puffkohlen: „Das kostet ein paar hunderttausend Euro und wäre doch nur Flickwerk. Die Drainage ist einfach nicht in Ordnung.“ Peter Rommerskirchen, ehemaliger Fußball-Chef im Verein, hingegen ist für eine „dringend erforderliche“ Sanierung, aber strikt gegen einen Umzug: „Das wäre für beide Vereine, die auf die neue Anlage sollen, Giesenkirchen und SV Schelsen, kein Gewinn. Die Kapazität dort wäre zu klein. Und man sollte auch einen Verein, der so lange an einer Stelle gespielt hat wie die DJK, nicht dort rausziehen.“
Alexander Rössel, Spieler der Reservemannschaft, findet den Zustand der Plätze „nicht so schlimm. Dass mal Spiele ausfallen, haben doch andere Vereine auch.“ Vor allem möchte er lieber auf Naturrasen statt auf einem Kunstrasenplatz spielen: „Und das sagen doch die meisten Fußballer.“
Holger Drever aus der Dritten Mannschaft ist 38 Jahre und spielt in Giesenkirchen Fußball, seit er fünf Jahre ist. „Insofern fiele mir ein Wechsel schwer. Aber ich will mich nicht einfach gegen Neues sperren. Eine neue Anlage hätte auch ihre Vorteile“, sagt er. Aber man solle versuchen, etwas von der Tradition vom Puffkohlen mitzunehmen. Ein Mannschaftskamerad meint: „Die Plätze sind nicht gar so schlecht, wie immer gesagt wird.“ Man müsse berücksichtigen, dass mit der großen Jugendabteilung und den Frauen sehr viele Mannschaften am Puffkohlen spielen. „Wir haben aber auch noch den zweiten Rasenplatz. Und das ist doch eine recht komfortable Situation für solch einen Verein.“
Und dann gibt es ja noch einen Aschenplatz. Aber genau der ist ein Problem. „Denn nach einer Vereinbarung mit den Anliegern darf auf ihm nur zweimal im Jahr sonntags nach 15 Uhr gespielt werden“, sagt Thomas Klingen, der als Vorsitzender des Kreisfußballausschusses weiß, wo die Probleme auf den einzelnen Sportplätzen liegen. Und er stellt fest: „In Giesenkirchen fallen im Durchschnitt nicht mehr Spiele als bei den anderen Vereinen aus.“
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