Mönchengladbach: Frost-Schäden: Schilder kosten 10. 000 Euro
VON ANDREAS GRÖHBÜHL - zuletzt aktualisiert: 19.01.2010 - 17:13Mönchengladbach (RPO). Die Stadt muss für die 200 bestellten Warnschilder an Gehwegschäden tief in die Tasche greifen. 10 .000 Euro kosten die zusätzlichen Warnhinweise, die die Stadtverwaltung in der vergangen Woche geordert hatte, weil ihr Vorrat von 500 Schildern wegen der enormen Anzahl an Schäden aufgebraucht war.
Viele Platten sinken wieder
Die Stadt geht "in einer ersten vorsichtigen Schätzung" von 1000 Stellen auf Straßen und Gehwegen aus, an denen der lange Frost für Schäden gesorgt hat. Die genaue Zahl ermitteln gerade acht Straßenbegeher, die seit gestern das gesamte städtische Wegenetz begutachten. "Erst jetzt, nach der Schneeschmelze" können unsere Leute ihre Arbeit auf den Routinegängen wieder aufnehmen", sagt Olaf Neef, Leiter der Abteilung Straßenunterhaltung. Die Statistik wird in den kommenden Woche erwartet.
Noch immer gehen beim Straßenmanagement 50 bis 70 neu Meldungen von Bürgern über Gehwegsschäden ein. Inzwischen aber haben die Mitarbeiter laut Presseamt der Stadt wieder genügend Schilder, um jede gemeldete Stelle von beiden Seiten absichern zu können. "Zum einen sind die 200 bestellten Schilder bereits eingetroffen, zum anderen können einige aufgestellte Schilder auch wieder entfernt werden", sagt ein Stadtsprecher.
Die meisten Stolperfallen auf Gehwegen entstehen nämlich, weil das Tauwasser wegen der gefrorenen Erde nicht versickern kann und so die Gehwegplatten nach oben drückt. Taut der Boden ganz auf, senken sich die Platten wieder ab. Repariert werden können die übrig gebliebenen Schäden erst, wenn der Boden auch noch in 15 Zentimetern Tiefe frostfrei ist und die Temperatur konstant mehr als fünf Grad beträgt.
Mitunter stehen, wie derzeit an der Lindenstraße vier Warnschilder hintereinander. Das ist Heike Scholle zu viel: "Zwei Schilder würden doch genügen, um die gesamte Straße abzusichern", sagt sie. Sie bezweifelt, dass die 200 neuen Schilder notwendig waren. Ein Stadtsprecher hält dagegen: "Wir könnten es uns auch einfach machen und ohne ein Schild einfach vor allen Gehwegen in der Stadt warnen."
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