Mönchengladbach: FWG bietet sich als Partner für CDU an
VON RALF JÜNGERMANN - zuletzt aktualisiert: 31.01.2009Mönchengladbach (RPO). Die FWG kann sich nach der Kommunalwahl eine Kooperation mit der CDU vorstellen – allerdings ohne schriftlich fixierten Vertrag. Das erklärte der Vorsitzende Erich Oberem bei der Mitgliederversammlung im Haus Erholung. "Für eine vernünftige, sachorientierte Politik sind wir zu haben. Die CDU könnte ein Partner für uns sein", Oberem. Die FWG wolle in einer solchen Partnerschaft aber keine Schaltstellen wie Dezernentenposten oder Aufsichtsratsvorsitze zugeschanzt bekommen, um dafür in bestimmten Fragen mit der CDU stimmen zu müssen. "Wir lassen uns nicht wie die FDP erpressen", so Oberem.
Mehr Transparenz
Der 71-Jährige wurde mit DDR-Ergebnis zum Oberbürgermeister-Kandidaten nominiert: Alle 59 stimmberechtigten Mitglieder wählten ihn. Oberem machte deutlich, wofür er als Oberbürgermeister stehen würde: "Das Grundlegende an dem Amt ist die Führung der Verwaltung, nicht das Repräsentieren", so Oberem. Die FWG wolle dazu beitragen, die Stadt zu verändern. Die Politik brauche mehr Transparenz. Viele Projekte liefen nicht ordnungsgemäß ab. Sowohl bei Giesenkirchen 2015 als auch beim Pahlkebad und bei der Einkaufsgalerie in der Innenstadt gebe es Ungereimtheiten.
Die Mitgliederversammlung läutete einen Generationenwechsel ein. Als sich die Partei 1999 gründete, wurde sie fast ausschließlich von älteren Menschen getragen. Unter den 33 Direktkandidaten sind nun auch etliche Jüngere. "Wobei jung für uns unter 50 Jahre bedeutet", so Oberem.
Auf die Kommunalwahl schaut die FWG verhalten optimistisch. Man sei breit aufgestellt und müsste in einigen Wahlbezirken besser abschneiden als zuletzt, glaubt der Vorsitzende. Sollte die CDU allerdings wieder alle 33 Direktmandate holen, werde es schwierig für die FWG. Augenzwinkernd verkündete Oberem sein Wahlkampfmotto: "Schluss mit lustig. Jetzt kommt Erich."
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