Mönchengladbach: Gas wird um 9,3 Prozent teurer
VON CAROLA SIEDENTOP - zuletzt aktualisiert: 27.06.2008Mönchengladbach (RPO). Ab dem 1. Juli müssen die Kunden der Niederrhein Versorgung und Verkehr AG (NVV) für Gas wieder mehr bezahlen: Für Familien im kleinen Haus mit einem Verbrauch von 20 000 Kilowattstunden bedeutet das Mehrkosten von 131 Euro im Jahr.
Insgesamt müssen sie dann 1537 Euro für Gas bezahlen. Das teilte Kai Dubben von der NVV-Vertriebstochter NEW auf Anfrage mit. Die NVV hatte bereits im Mai angekündigt, ihre Gaspreise erneut zu erhöhen.
Preissteigerungen gab es bereits im Januar und April 2008. Grund sind die gestiegenen Erdölpreise, so der Versorger. Zu jedem Quartal werden vom regionalen Versorger die Gaspreise ermittelt. Sie sind traditionell an den Preis für Erdöl gekoppelt, der auf dem Weltmarkt Rekordhöhen erreicht.
Je nach Verbrauch werden die Kosten für New-Gas-Kunden am dem 1. Juli zwischen 8,6 und 9,6 Prozent steigen. Damit bleibt die NVV wie angekündigt unter zehn Prozent Preiserhöhung. „Wir liegen bei den Versorgern, die ihre Preise schon angepasst haben, im Mittelfeld“, sagte Dubben.
Die Preissteigerungen im Einzelnen: Kunden mit 30 000 Kilowatt (entspricht etwa einer vierköpfigen Familie im größeren Haus) werden mit 196 Euro mehr belastet. Sie zahlen dann pro Jahr 2143 Euro (dazu kommt der monatliche Grundpreis). Im Vergleich: Im Dezember 2007 ergab der Tarif für die Beispielfamilie eine jährliche Gasrechnung von 1683 Euro.
Demnach sind im vergangenen halben Jahr die jährlichen Gaskosten in der Beispielrechnung um 460 Euro gestiegen. Bei einem Verbrauch von 20 000 Kilowattstunden (kleines Einfamilienhaus) steigt der Preis um 9,3 Prozent. Kunden mit 10 000 Kilowatt Verbrauch zahlen ab Juli 65 Euro jährlich (8,6 Prozent) mehr.
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