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Mönchengladbach: GEM: Machtlos gegen Blitzeis

VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 01.02.2010 - 17:10

Mönchengladbach (RPO). Die Kritik an der GEM wird immer lauter. Autofahrer empfinden den Streudienst als unzureichend, sie beklagen sich über glatte und schneeverwehte Straßen. Die Verantwortlichen sagen: Auch uns sind Grenzen gesetzt.

Foto: RP

Dicke Schneeflocken, ständig schwankende Temperaturen, Regenschauern und leichter, aber konstanter Wind: Das Winterwetter zeigte sich gestern wieder einmal von seiner ganz und gar unberechenbaren Seite. Mit einem Wort: grässlich. Was Kinder immer noch lustig finden, bringt Autofahrer und Fußgänger inzwischen schier zur Verzweiflung.

Und immer größer wird der Unmut gegen den Streudienst der GEM. Angeblich, so teilen Leser der RP mit, sind die Straßen, sobald sie die Stadtgrenzen in Richtung Viersen und Erkelenz verlassen, komplett geräumt und vollkommen eisfrei. „Das kann überhaupt nicht stimmen”, sagt die Pressesprecherin der GEM, Jutta Schmitz. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Nachbarkommunen genau die gleichen Probleme haben wie wir.”

1200 Tonnen im normalen Winter

1700 Tonnen Streusalz hatte die GEM im Sommer eingelagert. „In normalen Wintern verbrauchen wir um die 1200 Tonnen”, sagt Betriebsleiter Wilfried Theißen. „Aber was wir im Moment erleben, ist ein Jahrhundertwinter. Darauf konnte sich niemand einstellen.” Jetzt liegen noch 110 Tonnen in der Halle. Damit können maximal noch etwa zwei bis drei Einsätze gefahren werden. Der erwartete Nachschub blieb bisher aus. „Aber wir haben zur Not noch ausreichend Sand und Splitt auf Lager”, beruhigt Jutta Schmitz. „Andere Städte haben inzwischen überhaupt kein Salz mehr”, ergänzt Theißen. „Da stehen wir noch gut da.”

Am Wochenende hatten katastrophale Straßenverhältnisse den Verkehr teil- und streckenweise fast zum Erliegen gebracht. „Am Sonntagabend bildete sich innerhalb von zwei Minuten flächendeckendes Blitzeis”, sagt Betriebsleiter Wilfried Theißen. „So schnell können wir gar nicht überall gleichzeitig sein, wie sich die Autofahrer das wünschen würden.” Gut hat am Samstag die Zusammenarbeit zwischen GEM, Parkplatzbetreiber PPG und Borussia geklappt. Die drei Unternehmen hatten die Bereiche aufgeteilt ­ mit Erfolg: Die 47 000 Zuschauer kamen ohne Probleme zum Stadion und auch wieder aus dem Nordpark heraus.

Für die Nacht zu heute gab es wieder einmal widersprüchliche Wettervorhersagen ­ 20 Zentimeter Schnee und/oder Regen, überfrierende Nässe, Blitzeis, Glatteis. Wieder einmal eine Nacht voller Winterschrecken also. „Wir können nie sicher sein, dass die Vorhersagen stimmen”, sagt Theißen. Bei der GEM macht man sich jetzt schon Gedanken über den nächsten Winter. „Keiner weiß, wie der wird”, sagt Wilfried Theißen, „aber zur Sicherheit werden wir wohl eine größere Menge Salz bestellen müssen.”

Quelle: RP

 
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