Mönchengladbach: GEM: Warten auf Salz und gnädiges Wetter
VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 27.01.2010 - 15:12Mönchengladbach (RPO). Die Gemütslage von Wilfried Theißen ist in diesen Tagen nicht wirklich stabil. „Meine Stimmung schwankt mit den wechselhaften Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes”, sagt der Betriebsleiter der GEM.
Die sahen gestern früh ziemlich katastrophal aus. „Um 6 Uhr wurden Regen und kräftige Schneefälle mit Verwehungen für die nächsten Stunden und zehn bis 20 Zentimeter Neuschnee in den nächsten Tagen prognostiziert.” Die Mitarbeiter der GEM waren alarmiert.
Aber schon gegen Mittag kam die Entwarnung: Es wird doch nicht so schlimm. „Jetzt heißt es, dass es in der Nacht zu Donnerstag etwas regnet und schneit, aber schon am Morgen sollen die Temperaturen auf plus zwei Grad steigen”, sagt Theißen. „Und von massenhaft Neuschnee ist im Moment auch nicht mehr die Rede.”
Immer noch wartet die GEM auf die ersehnte Salzlieferung. „Wir sind natürlich nicht die einzigen, die nachgeordert haben”, sagt der Betriebsleiter. „Aber wir haben den Eindruck, dass die Autobahnmeistereien vorrangig beliefert werden. Irgendwann sind dann auch wir mal dran.”
Immerhin: 200 Tonnen Salz von ursprünglich 1700 Tonnen lagern noch in der großen Halle des Betriebshofs am Nordpark. „Damit kämen wir nach derzeitigen Stand noch bis übers Wochenende.” Pro Tour verbraucht der Schneeräumdienst mindestens 15 Tonnen des Streugutes.
Inzwischen kommen Salz-Angebote aus Rumänien und Ägypten. „Die fordern allerdings völlig überteuerte Preise”, sagt Theißen. „Außerdem wissen wir nichts über die Qualität des Materials etwa, ob es den gleichen Taupunkt hat wie unser Salz.” Also: Weiter warten - auf Streugut und gnädiges Wetter.
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