Mönchengladbach: Gerads: "Hatte in Rheydt keine Chance"
VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 03.06.2009Mönchengladbach (RPO). Bis zum letzten Moment habe er versucht eine Lösung zu finden. Als das nicht gelingen wollte, ging alles ganz schnell. "Am Ende war es eine regelrechte Blitzentscheidung", sagt Christof Gerads, der in der vergangenen Woche sein Spielwarenfachgeschäft an der Marktstraße in Rheydt für immer geschlossen hat. Nach der vorläufigen Insolvenz im April 2007 hatte er im Dezember 2008 nach intensiven, aber erfolglosen Verhandlungen mit den Vermietern und seinem Lieferanten, der Einkaufsgenossenschaft Vedes, bereits sein Geschäft an der Hindenburgstraße schließen müssen. Das Stammhaus, das sein Großvater vor mehr als 60 Jahren in Rheydt eröffnete, schien damit gerettet.
"Das war nun leider nicht so", sagt Christof Gerads, der zugibt, dass dieser Schritt ihm nicht leicht fiel. "Das ist wirklich nicht leicht zu verarbeiten." In Rheydt sieht er im Moment keine Chance für sich. Er könne sich einen kleineren, sehr speziell sortierten Spielwarenladen vorstellen – "aber nicht in Gladbach". Und schon gar nicht in Rheydt. "Hier sind uns die Probleme in den letzten zehn Jahr über den Kopf gewachsen, und sie würden noch viel größer, wenn Karstadt schließen müsste", sagt Gerads. Für sein ehemaliges Ladenlokal an der Marktstraße hat er dennoch Hoffnung: "Ich gehe davon aus, dass bald ein Nachmieter gefunden wird. Die Lage gehört in Rheydt zu den guten." Er hofft auf die Umsetzung des neuen Innenstadtkonzeptes. "Ich habe immer bemängelt, dass die Hauptstraße komplett vom Verkehrsfluss abgeschnitten ist. Da muss ganz schnell etwas geschehen." Gerads hat bei der Ideenfindung des Dortmunder Büros Scheuvens und Wachten beteiligt. "Ich bin nach wie vor der Meinung, dass in der Hauptstraße eine Art eigenes Zentrum entstehen muss, sonst passiert da bald gar nichts mehr."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





