Mönchengladbach: Gesamtschultag fordert die sechste Schule
zuletzt aktualisiert: 03.11.2008Mönchengladbach (RPO). Für Angelika Hofmann ist klar, dass die Gesamtschule die bessere Schulform ist. Davon wollten sie und ihre Mitstreiter der Mönchengladbacher Initiative Gesamtschule (MGIS) auch die Eltern potenzieller Schüler überzeugen. Bei einem Informationsabend erzählten sie Besuchern deshalb vom Alltag in den fünf Schulen: Damit ging der erste Gesamtschultag in der Stadt an den Start.
„Bald beginnen die Anmeldungen für die weiterführenden Schulen – da möchten wir besonders auf die Arbeit dieser Schulform hinweisen“, sagt Gerd Schaeben, Lehrer der Gesamtschule Espenstraße und Moderator des Abends. Darüber hinaus wolle man Eltern für den Kampf für eine sechste Gesamtschule gewinnen. „Wir brauchen dringend mehr Plätze. Die sollen idealerweise durch eine neue Schule entstehen. Auch eine Erweiterung der bisherigen Lehranstalten wäre ein Erfolg“, erklärt Schaeben. Ein Film erklärte den etwas mehr als 30 Besuchern in der Gesamtschule Rheydt-Mülfort das Projekt „Kooperatives Lernen“, an dem alle fünf Gladbacher Gesamtschulen teilnehmen. Dabei erhalten die Schüler besondere Unterrichtsstunden, in denen die sozialen Fähigkeiten gefördert werden sollen. So lernen die Jugendlichen beispielsweise, einander Komplimente zu machen. Beim Informationsabend stellten die Pflegschaftsvorsitzenden der fünf Gesamtschulen ihre Einrichtungen vor. Für das Unterhaltungsprogramm sorgten der Kabarettist Peter Rumpel und Schüler der Gesamtschulen, die Auszüge eines Musicals präsentierten oder musizierten.
Nach dem Gesamtschultag soll der Kampf für die sechste Schule in die nächste Runde gehen: Am 12. November ist ein Antrag der MGIS Thema im Hauptausschuss. Den wollen Angelika Hofmann und die Mitarbeiter der MGIS abwarten und gegebenenfalls danach einen Bürgerantrag stellen.
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