Mönchengladbach: Gewerbegebiet Nordpark: Stadt muss warten
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 01.07.2010Mönchengladbach (RPO). Das geplante neue Gewerbegebiet im Nordpark zwischen dem Borussia-Park und der Autobahn 61 nimmt langsam Konturen an. In seiner letzten Sitzung entschied sich der Bau- und Planungsausschuss für den von der Verwaltung und der EWMG favorisierten Entwurf des Herdecker Planungsbüros Pesch und Partner.
Der hatte im städtebaulichen Wettbewerb die meisten Punkte erhalten.
Derweil laufen die Gespräche mit Interessenten für das Gewerbegebiet. Von den 45 Hektar rund um die Lilienthalstraße sollen 36 bebaut werden, neun Hektar groß sollen die Grünflächen werden.
Ausschließlich Dienstleister und Büroflächen seien vorgesehen, bestätigte Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der EWMG und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Logistik und Produktion seien hingegen ausgeschlossen. "Wir müssen die Flächen jetzt schnell nutzen und die Pläne umsetzen, denn die Nachfrage ist da", sagte Schückhaus.
Am Teilstück des Gebietes an der Aachener Straße sieht der Entwurf eine Automeile mit architektonisch ansprechenden Autohäusern vor. Als Nutzer kämen wohl nur bereits bestehende Mönchengladbacher Autohäuser in Frage. Auch hier gebe es Interessenten. Schückhaus weist allerdings daraufhin, dass "Hochwertiges mit Top-Architektur und hoher Qualität" angesiedelt werden soll.
Noch hat die Stadt allerdings kein Baurecht für das Areal. Dazu muss nämlich der Bebauungsplan geändert werden. Der noch aktuelle Plan sieht an der Lilienthalstraße Wohnbebauung vor. Mittlerweile ist die Stadt davon allerdings wegen der demographischen Entwicklung abgerückt. Bis spätestens Mitte 2011 soll der neue Bebauungsplan vorliegen. Ein entsprechender Entwurf soll in einer der nächsten Sitzungen des Bau- und Planungsausschusses vorgelegt werden.
Zudem muss die Stadt die 140 Häuser der Briten erst dem Bund abkaufen. Zuständig dafür ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA). Die Gespräche liefen, erklärte Schückhaus. Es gebe die Vereinbarung, dass Grundstücke nicht einzeln verkauft werden.
"Aber wir müssen hart verhandeln an der Stelle", sagte Schückhaus. Allerdings könnte der Bund selbst noch Bedarf anmelden für einen Teil der Fläche. Weil die Autobahn 61 irgendwann sechsspurig ausgebaut werden soll, würden dann Teile der 45 Hektar benötigt werden. Ob der Straßenbaubetrieb Straßen.NRW Bedarf anmeldet, ist noch unklar. "Wir müssen abwarten, wie sich der Bund positioniert", sagte Schückhaus.
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