Mönchengladbach: Gewerkschaften fordern, Niedriglöhne direkt zu melden
zuletzt aktualisiert: 25.08.2009Mönchengladbach (RPO). Wenige Wochen vor der Bundestagswahl sind die Gewerkschaften Verdi und NGG den Dumpinglöhnen auf der Spur. Sie wollen eine Bestandsaufnahme der Einkommenssituation in Mönchengladbach machen. Laut Angaben der beiden Gewerkschaften sind 5900 Erwerbstätige in der Stadt auf staatliche Zuschüsse angewiesen. "Die sogenannten 'Aufstocker' können von dem, was sie mit ihrer Arbeit verdienen, nicht leben. Schuld daran sind häufig Niedriglöhne von 5,50 Euro oder weniger pro Stunde", erklärt Mechthild Schratz, Geschäftsführerin des verdi-Bezirks Linker Niederrhein.
Die Gewerkschaften sagen den Chefs den Kampf an. "Gerade Frauen verdienen oft extrem wenig", sagt Ina Korte, Geschäftsführerin der NGG-Region Krefeld-Neuss. Die Gewerkschaften fordern einen gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde. Sie appellieren an die Beschäftigten in Gladbach, Dumpinglöhne zu melden. Entweder per Internet unter www.dumpinglohn.de oder telefonisch unter Tel. 02151 81670 oder Tel. 0211 5066950.
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