Mönchengladbach: Giesenkirchen: Steine aus der Römerzeit?
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 18.12.2009 - 14:14Mönchengladbach (RPO). Peter Berghausen ist Feuer und Flamme. Der Vorsitzende des Heimatvereins Giesenkirchen hat eine neue Lieblings-Anlaufstelle gefunden: Den Konstantinplatz. Dort haben Bauarbeiten nämlich etwas für Berghausen Sensationelles zu Tage gefördert. Bei der Neuverlegung von Wasserleitungen neben der St.-Gerion-Kirche wurden große Sandsteine gefunden, die allem Anschein nach bis zurück in die römische Zeit zu datieren sind.
Inzwischen hat die Stadt auch Archäologen eingeschaltet. Aus Essen wurde Ulrich Ocklenburg zu Rate gezogen. Er wird Anfang des kommenden Jahres genauere Untersuchungen starten. "Wir wissen bis jetzt noch gar nicht, was sich am Konstantinplatz befindet", sagt Ocklenburg. "Natürlich könnten es Überreste aus der Römerzeit sein. Schließlich stand die Kirche auch schon einmal in einem 90-Grad-Winkel gedreht, dort wurden damals Schichten aufeinander gebaut." Doch Ocklenburg verweist darauf, dass aufgrund des Bodenfrostes im Moment überhaupt nichts freigelegt werden kann. "Wir müssen warten, bis die Temperaturen wieder erträglich sind."
Euphorie beim Heimatverein
Berghausen indes hält nicht viel vom Abwiegeln des Experten. "Der war da und kam am nächsten Tag wieder. Da muss was sein, sonst würde man sich da nicht so viel Zeit für nehmen." Die Steine, die etwa 60 Zentimeter groß und breit sind, wurden bis jetzt relativ lieblos an den Rand einer Baustellen-Absperrung gestapelt – von Konservierung oder Sicherung keine Spur. Berghausen ist sich aber sicher, dass weitere Untersuchungen sogar Türpfosten freilegen werden.
"Im Jahr 2000 hat Mönchengladbach erst seine 850-Jahr-Feier gehabt", frohlockt Berghausen. "Doch die Steine zeigen, dass in Giesenkirchen vorher die Römer da waren." Ab Mitte Januar wird er es genau wissen: Archäologe Ocklenburg geht davon aus, dass die Freilegungen ab dem 11. beginnen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







