Mönchengladbach: Gladbach in Kauflaune
VON ELFI VOMBERG - zuletzt aktualisiert: 01.12.2008Mönchengladbach (RPO). Das erste Adventswochenende mit verkaufsoffenem Sonntag wurde mit Spannung erwartet. Die Geschäftsleute atmen auf – die Wirtschaftskrise macht sich noch nicht bemerkbar. Die Zahlen des Vorjahres wurden getoppt.
Vor den Parkhäusern stauten sich die Autos, und auf den Straßen in der Innenstadt ging es nur im Schritttempo voran. Die Gladbacher rüsten sich für Weihnachten und stürmten am Wochenende die Geschäfte in der Innenstadt. Das erste Adventwochenende mit verkaufsoffenem Sonntag war für die Einzelhändler ein Meilenstein im Weihnachtsgeschäft.
Fallen die Zahlen am ersten Adventswochenende zufriedenstellend aus, sind die Prognosen für ein gutes Weihnachtsgeschäft ebenfalls positiv. „Fast alle von uns befragten Betriebe konnten im Vergleich zum ersten Adventssamstag des vergangenen Jahres einen stärkeren Kundenandrang und bessere Umsätze verzeichnen“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Rheinischen Einzelhandels- und Dienstleistungsverbandes, Dr. Peter Achten. „Die Anschaffungsneigung ist trotz vieler stimmungsdämpfender Nachrichten gestiegen.“
Advents-Shopping
Öffnungszeiten Der Einzelhandelsverband hat die Empfehlung ausgesprochen, die Geschäfte täglich bis 20 Uhr geöffnet zu halten.
Verkaufsoffene Sonntage 28. Dezember von 13 bis 18 Uhr in Mönchengladbach und am 14. Dezember in Rheydt.
Sonderöffnung am Freitag 12. Dezember zum Late-Night-Shopping bis 22 Uhr.
Leisten wir uns was Schönes
Auch Familie Esser ist auf Beutezug. Bei Saturn schauen sie sich gerade nach Navigationsgeräten und Spielkonsolen um. „Das sind Anschaffungen, die nötig sind“, erklärt Frank Esser und ergänzt: „Dieses Jahr gibt unser Geldbeutel das noch her. Wer weiß, was uns die Wirtschaftskrise im nächsten Jahr bringt. Leisten wir uns vorher also noch was Schönes.“
Diese Einstellung vertraten am ersten Adventwochenende offensichtlich viele Mönchengladbacher. „Unsere Erwartungen wurden an diesem Wochenende erfüllt, wir sind zufrieden. Bisher lag der Trend jedoch überwiegend im Klein-Elektro-Bereich. Die Umsätze der Großelektronik fehlten bisher noch“, erklärt Saturn-Geschäftsführer Eduard Felzen und übt gleichzeitig Kritik am City-Management: „Obwohl wir uns darauf geeinigt haben, alle am Samstag bis 20 Uhr zu öffnen, hatten einige Geschäfte schon um 18 Uhr geschlossen. Das zerstört das einheitliche Öffnungsbild und verärgert die Kunden.“
Neben Spielekonsolen, Flachbildschirmen, Ipods, Laptops und Kaffeevollautomaten gehören in diesem Jahr zu den Verkaufsschlagern vor allem warme Bekleidung und Dekorationsartikel. Auch Marlene Mennicken ist bereits in der richtigen Weihnachtsstimmung. Sie erholt sich von dem ersten Einkaufsbummel zunächst einmal am Glühweinstand.
Ein Blick in ihre Einkaufstaschen verrät: Bei ihren Kindern und Patenkindern ist in diesem Jahr Literatur angesagt. Von Cornelia Funkes „Tintenherz“ bis hin zu traditionellen Märchenbüchern – „Man muss es mit dem Schenken ja nicht übertreiben. Aber ich finde es schön, etwas auszusuchen und dann freudige Gesichter an Heiligabend zu sehen“, so Marlene Mennicken.
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