Mönchengladbach: Gladbach und Viersen planen Versorgungsamt
zuletzt aktualisiert: 25.10.2007Mönchengladbach (RPO). Das Gesetz ist zwar noch nicht beschlossene Sache, aber Gladbach und Viersen haben sich vorsorglich vorbereitet. Weil die Landesregierung in den nächsten Tagen ihre Verwaltungsstrukturreform weiter umsetzen will, sollen die elf Versorgungsämter des Landes aufgelöst und deren Aufgaben auf Kommunen und Städte übertragen werden. „Das soll zum 1. Januar 2008 in Kraft treten“, sagt Sozialdezernent Dr. Michael Schmitz. Um gerüstet zu sein, haben die beiden nachbarstädte eine Kooperation vereinbart. Im Gladbacher Sozialausschuss soll heute eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung offiziell beschlossen werden.
In die ehemaligen Räume der Arge an der Viktoriastraße/Fliethstraße werden 26 Mitarbeiter am 2. Januar 2008 ihre Arbeit aufnehmen. 20 davon werden die Fälle zum Schwerbehindertenrecht bearbeiten. „Das sind vor allem Anträge zu Schwerbehindertenausweisen“, erklärt Schmitz. Sechs Mitarbeiter sind für Wünsche rund ums Erziehungsgeld zuständig. Das Personal wird rund 80 000 Akten mitbringen.
Bereits im Mai gab es erste Gespräche über die zusammenarbeit. „Das lag nahe, weil beide Städte ein vergleichbares Volumen haben“, sagt Schmitz. 2006 bearbeitete Gladbach 2263 Anträge auf Erziehungsgeld, in Viersen waren es 2297. Erstanträge auf Anerkennung einer Schwerbehinderung wurden für Gladbach 2607 bearbeitet, für Viersen waren es 2468.
Die neue Verwaltungseinheit wird die Bezeichnung „Versorgungsamt für die Stadt mönchengladbach und den Kreis Viersen“ tragen und am an das Sozialamt angebunden sein. Der zentrale Standort in Mönchengladbach biete die Vorteil der guten Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Personennahverkehr. Für Gladbach und Viersen sol die Umstrukturierung kostenneutral erfolgen. „Wir gehen davon aus, dass das Land die kosten tragen wird“, sagt Schmitz
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