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Mönchengladbach: Gladbacher patzt bei "Unser Star für Baku"

zuletzt aktualisiert: 13.01.2012 - 17:47

Mönchengladbach (RPO). Es war seine große Chance, doch offenbar war er zu nervös. Und er hatte sich den falschen Song ausgesucht. Der Mönchengladbacher Jan Verweij wollte „Unser Star für Baku“ werden, Lenas Nachfolger beim Eurovision Song Contest.

Jan Verweij landet bei "Unser Star für Baku" auf dem letzten Platz.  Foto: dapd, Hermann J. Knippertz
Jan Verweij landet bei "Unser Star für Baku" auf dem letzten Platz. Foto: dapd, Hermann J. Knippertz

Es wäre eine steile Karriere geworden vom Kellner zum Eurovision-Teilnehmer. Doch in der ersten Ausscheidungsshow am Donnerstagabend, die bei Pro7 ausgestrahlt wurde, war der Traum des 21-Jährigen schon wieder vorbei. Nur ein Prozent der Anrufer stimmte am Ende für ihn, er landete auf dem letzten Platz der zehn Kandidaten.

Der Gladbacher hatte Probleme bei seinem Auftritt, den Song „Closer to the edge“ der US-Band Thirty Seconds to Mars um Topstar Jared Leto zu singen. Ein derber Kracher, in dem mehr geschrien als gesungen wird. Und Jan Verweij traf mit seiner mehr rauchigen statt kreischigen Stimme nicht jeden Ton, was die Jury ihm auch sagte.

„Das war nicht dein Song“, urteilte Jury-Präsident Thomas D. von den Fantastischen Vier. Er umschrieb das Stück, an dem Jan scheiterte, so: „Dafür braucht man so Eier, die nicht in Hosen passen.“ Juror Stefan Raab sagte dem Gladbacher: „Du hast dir ein schweres Pflaster ausgesucht, und einige Schiefen reingesetzt. Aber mir gefällt das Teimbre in deiner Stimme. Das haben nicht viele.“Und Jurorin Alina Süggeler, sonst Sängerin bei Frieda Gold, nannte den Gladbacher schlicht: „Charmant.“

Durch das Echtzeit-Voting der Anrufer, einer Art Blitztabelle, die alle fünf Sekunden aktualisiert wurde, stand das Aus für den Gladbacher schon relativ zeitig fest. Vorher hatte sich Jan Verweij in Castings für die Ausscheidungsshow qualifiziert und dabei auch die Juroren überzeugt. „Die Gitarre nehmen und einfach spielen ist das, was ich brauche“, sagt er über sich selbst.

Thomas D. war überzeugt von ihm und hatte sich ihn für die erste Show ausgesucht. „Der Jan ist ein Süßer und kann gut singen – was will man mehr?“ sagte der Jury-Präsident in dem Vorstellungsclip, der zu Beginn der Show gezeigt wurde.

Zu Hause fieberte unter anderem das Team des Restaurant Purino am Schloss Rheydt mit. Dort arbeitet Jan Verweij als Kellner. Am Freitag war auf der Facebook-Seite des Restaurants neben vielen Aufmunterungen zu lesen: „Wir sind stolz auf dich Jan. . .“ und dazu ein Musikclip, in dem er einen anderen Song singt.

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