Mönchengladbach: Gladbachs beste Kleingärtner
VON BENEDIKT PETERS - zuletzt aktualisiert: 19.07.2010Mönchengladbach (RPO). Das war ein echter Marathon: 52 Kleingartenanlagen mit 3000 Parzellen begutachtete die Jury innerhalb von drei Tagen begutachten. Die Kleingärtner Am Stammen überzeugten am meisten. Sie gewannen den Wettbewerb.
Volksgarten Welche Kleingartenanlage ist die schönste der Stadt? Dieser Frage ging eine Jury aus Fachleuten nach, die im Zuge des diesjährigen Mönchengladbacher Kleingartenwettbewerbs den besten der 52 städtischen Kleingärtnervereine kürte. Antwort in 2010: Es ist die Anlage "Am Stammen". "Ausschlaggebend waren die schönen Einzelgärten und die gute Fachberatung", erklärte Heinz-Josef Claßen, Vorsitzender des Kreisverbands Mönchengladbach der Kleingärtner. Von Donnerstag bis Samstag nahm eine sechsköpfige Expertenjury alle 52 Mönchengladbacher Kleingartenanlagen unter die Lupe, begutachtete knapp 3000 Parzellen.
Einzelgärten
Zusatzkategorie Neben den Kleingartenanlagen wurden außerdem die schönsten Einzelgärten prämiert.
Ergebnis 1. Platz Doris und Martin Schäffer (Kleingartenverein Am Stammen); 2. Platz Ellen und Horst Reese (Am Stammen); 3. Platz Hubert Müller (Kleingartenverein Eicken)
"Ein ganz schöner Marathon", erzählte Jury-Mitglied Siegfried Lill, Geschäftsführer a.D. des Landesverbands Rheinland der Gartenfreunde, nachdem er einen Einzelgarten im Venner Verein "In der Duis" begutachtet hatte. "Für jede Anlage haben wir zwischen 15 Minuten und einer halben Stunde Zeit." Für das geübte Auge reiche die kurze Zeit jedoch aus, glaubt sein Kollege Stefan Neuenhofer. "Nach wenigen Minuten habe ich ein Gesamtbild", erzählte der Mönchengladbacher Gärtnermeister, während er wachen Auges durch den Kleingartenverein "Großheide" spazierte.
Bereits vor der Begehung hatte die Jury schriftliche Unterlagen zu jeder Anlage gesichtet. "Das erleichtert die Bewertung", erklärte Jurorin Natalie Exner, Gartenarchitektin aus Düsseldorf. Anhand von zehn Kriterien beurteilten die Experten die Mönchengladbacher Kleingärten, maximal waren 300 Punkte zu vergeben. Neben biologischen (Boden- und Insektenschutz) sowie ästhetischen Aspekten (Pflegezustand, harmonischer Gesamteindruck) waren auch soziale Merkmale wichtig.
"Eine gute Kleingartenanlage muss alle Generationen ansprechen, behindertenfreundlich sein und eine gute Fachberatung auf- weisen", erklärte Jury-Mitglied Stefan Neuenhofer. Nach jeder Begehung beriet er sich mit seinen Mitstreitern im Kleinbus, der den Expertentross von Anlage zu Anlage chauffierte, quer durch Mönchengladbach, drei Tage lang.
Am Ende war das Ergebnis denkbar knapp. "Zwischen dem ersten und dem dritten Platz liegen nur 3,6 Punkte", sagte Kreisvorsitzender Heinz-Josef Claßen. Den zweiten Platz belegte die Anlage Rönneter, auf Platz drei kam der im Vorjahr siegreiche Kleingartenverein Giesenkirchen.
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